Umstrittener Kardinal wird neuer Papst [DE]
Mit der Wahl von Kardinal Ratzinger haben sich die an dem Konklave teilnehmenden Kardinäle für die Wahl eines stark konservativen Insiders entschlossen. Einige befürchten, dass die Ernennung Ratzingers, der ein erklärter Gegner des EU-Beitritts der Türkei ist, zu Polarisierungen beitragen könnte.
Mit der Wahl von Kardinal Ratzinger haben sich die an dem Konklave teilnehmenden Kardinäle für die Wahl eines stark konservativen Insiders entschlossen. Einige befürchten, dass die Ernennung Ratzingers, der ein erklärter Gegner des EU-Beitritts der Türkei ist, zu Polarisierungen beitragen könnte.
Freude und Jubel mischten sich mit Überraschung und Enttäuschung, als bekannt wurde, dass der 78-Jährige deutsche Kardinal Joseph Ratzinger, Dekan des Kardinalskollegiums im Vatikan und Verfechter einer orthodoxen Auslegung des Katholizismus, zum neuen Papst gewählt worden ist.
Nach Ansicht einiger, habe Kardinal Ratzinger den Vatikan bereits unter dem verstorbenen Papst Johannes Paul II. mit eiserner Hand regiert und sich für eine kompromisslose Umsetzung des ‚wahren Glaubens’ eingesetzt. Andere halten Papst Benedikt XVI. jedoch für einen scharfsinnigen Theologen, der der Welt aufgeschlossen gegenüberstehe.
Im Jahr 2004 hat Ratzinger gegenüber der französischen Zeitung Le Figaro folgendes zu einer der polarisierendsten Fragen, der die EU derzeit gegenübersteht, erklärt: „Die Türkei hat schon immer einen anderen Kontinent dargestellt, in ständigem Gegensatz zu Europa“. Diejenigen, die in Europa „Multikulturalismus“ forderten, würden davor flüchten, was ihnen eigen sei.
Eine ausführlichere Berichterstattung über mögliche politische Implikationen folgt.