Ungarn erhöht die Zinsen aus Angst vor Inflation [DE]
Die anhaltende Inflation stellt den für 2010 anvisierten Beitritt Ungarns zur Eurozone zunehmend in Frage
Die anhaltende Inflation stellt den für 2010 anvisierten Beitritt Ungarns zur Eurozone zunehmend in Frage
Am 24. Juli 2006 hat die ungarische Zentralbank den Zinssatz um einen halben Prozentpunkt angehoben auf 6,75 Prozent. Die Märkte wurden von diesem Schritt überrascht. Die Zinserhöhung soll dabei helfen, die öffentlichen Finanzen zu konsolidieren, und die Inflation, die derzeit bei 2,8% liegt und, so die Befürchtungen, bis Ende des Jahres auf 7% steigen könnte, unter Kontrolle zu bekommen.
Diese Entwicklung trüben die Aussichten Ungarns, der Eurozone wie geplant beitreten zu können. Denn während die Regierung der Auffassung ist, Ungarn könnte bis 2010 beitreten, vertreten manche Ökonomen die Ansicht, ein ungarischer Beitritt sei frühestens 2013 möglich.
In einer früheren Entscheidung wurde ein Beitritt Litauens 2007 abgelehnt, da die jährliche Inflationsrate höher lag als die von der EU gesetzten Obergrenze von 2%.