Unternehmen und NGOs kritisieren sozialpolitische Agenda 2005-2010

Die Kommission hat ihre Pläne für die EU-Sozialpolitik in den kommenden fünf Jahren vorgestellt. Unternehmen fürchten, dass die Vorschläge die Erreichung der Hauptziele der neu ausgerichteten Lissabon-Agenda - Schaffung von mehr Beschäftigung und Wachstum - untergraben könnten.

Die Kommission hat ihre Pläne für die EU-Sozialpolitik in den
kommenden fünf Jahren vorgestellt. Unternehmen fürchten, dass die
Vorschläge die Erreichung der Hauptziele der neu ausgerichteten
Lissabon-Agenda – Schaffung von mehr Beschäftigung und Wachstum –
untergraben könnten.

Die Mitteilung über die sozialpolitische Agenda 2005-2010
umreißt zwei Prioritätsbereiche:

  • Erreichung der Vollbeschäftigung 
  • Stärkerer Zusammenhalt in der Gesellschaft und
    Chancengleichheit 

Einige der Initiativen, die die Kommission
im Zeitraum 2005-2012 ergreifen will, sind:

  • ein Grünbuch über den demographischen Wandel in der EU-Bevölkerung
    (im Jahr 2005) 
  • eine EU-Initiative zur Jugend 
  • die weitere Förderung der sozialverantwortlicher
    Unternehmenspraktiken (CSR) 
  • einen EU-Rahmen für Tarifverhandlungen der Sozialpartner 
  • ein Europäisches Jahr für die Mobilität von Arbeitskräften
    (2006) 
  • eine Gemeinschaftsinitiative zu Mindestlohnsystemen 
  • ein Europäisches Jahr zur Bekämpfung von sozialer Ausgrenzung und
    Armut (2010) 
  • ein Europäisches Jahr für Chancengleichheit (2007) 
  • ein Europäisches Institut für Geschlechterforschung 

Die Kommission hat
ebenfalls angekündigt, dass sie die Übergangsfristen für
die Freizügigkeit der Arbeitskräfte aus den neuen
Mitgliedstaaten untersuchen wolle.