Unterschiedliche Auffassungen über wirtschaftliche und soziale Folgen der EU-Erweiterung [DE]

Zahlen von Eurobarometer zeigen, dass die Erweiterung von den Bürgern sehr unterschiedlich bewertet wird und dass der Wissensstand sehr niedrig ist.

Zahlen von Eurobarometer zeigen, dass die Erweiterung von den Bürgern sehr unterschiedlich bewertet wird und dass der Wissensstand sehr niedrig ist.

Die Eurobarometer-Umfrage zeigt, dass 42% der Befragten weitere Erweiterungsrunden ablehnen, während 45% die Aufnahme neuer Mitglieder  befürworten. Die Statistik deutet darauf hin, dass die Europäer die politischen Vorteile der Erweiterung erkennen. Bezüglich der sozialen und ökonomischen Auswirkungen vertritt die Mehrheit der Bevölkerung in den Kandidatenländern die Meinung, dass Erweiterungen den Wohlstand der gesamten EU fördern. Auf der anderen Seite bezweifelt dies die Mehrheit der Befragten in Deutschland, Luxemburg und Frankreich. Wie aus der Studie hervorgeht, ist die Beschäftigung die größte Sorge der EU-Bürger. Sie befürchten eine Verlagerung der Arbeitsplätze in Billiglohnländer.

Eine Mehrheit der EU-Bürger befürwortet den Beitritt der meisten der Westbalkanländer. Die Zustimmung liegt bei 47% bis 56%. Am niedrigsten ist die Zustimmung zu dem Beitritt Albaniens und der Türkei. 44% der Europäer lehnen einen Beitritt Albaniens ab, während 48% der Befragten gegen die Mitgliedschaft der Türkei sind. 

Insgesamt deckt die Befragung einen Mangel an Kenntnissen über die Erweiterung auf. Über zwei Drittel der Bürger (68%) fühlen sich schlecht informiert.