Untersee-Telekommunikationskabel zwischen Irland und Island fertiggestellt

Das am Freitag fertiggestellte Untersee-Telekommunikationskabel, das Irland und Island miteinander verbindet, ist für Irland der erste Schritt zu Förderung der digitalen Konnektivität im Atlantik.

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Das Projekt ist Teil einer umfassenderen Strategie von Dublin zu einem "Tor zu Europa" in Bezug auf diese Leitungen für die Datenübertragung, indem es als Verbindung zwischen Europa und Nordamerika fungiert. [Shutterstock/Vismar UK]

Das am Freitag fertiggestellte Untersee-Telekommunikationskabel, das Irland und Island miteinander verbindet, ist für Irland der erste Schritt zu Förderung der digitalen Konnektivität im Atlantik.

Das Projekt ist Teil einer umfassenderen Strategie von Dublin zu einem „Tor zu Europa“ in Bezug auf diese Leitungen für die Datenübertragung, indem es als Verbindung zwischen Europa und Nordamerika fungiert.

Das Kabel verbindet Galway an der irischen Westküste direkt mit der Hafenstadt Þorlákshöfn im Süden Islands und wird Irland über weitere Unterwasserverbindungen zwischen Island und Dänemark mit Nordeuropa verbinden.

„Heute ist der erste Tag, an dem ein Unterseekabel nach Irland führt, das nicht mit Großbritannien oder Nordamerika verbunden ist“, sagte Ossian Smyth, Staatsminister für Kommunikation und Kreislaufwirtschaft.

„Dies ist der Beginn eines strategischen Schrittes Irlands, eine direkte Verbindung nach Nord- und Südeuropa herzustellen. Irland ist jetzt offen für weitere Unterseekabel.“

Zwei ähnliche Projekte sind bereits in Planung, von denen eines Irland über die Nordwest-Passage mit Japan und ein anderes Irland mit Portugal verbinden würde, was laut Umwelt- und Kommunikationsminister Eamon Ryan „der Beginn einer neuen Konnektivität entlang des östlichen Atlantiks sein könnte.“

Das irisch-isländische Kabel, das von Farice – einem isländischen Staatsunternehmen – betrieben wird, soll nach Angaben der irischen Regierung sowohl die internationale als auch die inländische Konnektivität verbessern und zur Erhöhung der Kapazität beitragen, die zur Deckung der wachsenden Nachfrage nach digitalen und Datendiensten erforderlich ist.

Das Kabel werde vor allem irischen Unternehmen digitale Konnektivität bieten, so Ryan, und sei „Teil der neuen industriellen Revolution – einer Revolution, die hochwertige digitale Infrastrukturen mit erneuerbaren Technologien, Infrastrukturen und Fachkenntnissen kombiniert.“

Die Regierung wies auch auf den Sicherheitsaspekt der neuen Verbindung hin, da die zusätzlichen Verbindungen das Risiko einer gleichzeitigen Unterbrechung verringern werden.

Die Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Unterseekabeln ist in den letzten Monaten zu einem Schwerpunkt auf EU-Ebene geworden, insbesondere nach den mutmaßlichen Angriffen auf die Nord-Stream-Pipeline im September.

Im vergangenen Monat betonte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Bedeutung der Sicherung von Unterwasser-Internetkabeln und legte einen Fünf-Punkte-Plan zur Stärkung kritischer Infrastrukturen vor.