Vucic: Serbien könnte neues Konzept zur Lösung der Kosovo-Frage akzeptieren
Der serbische Präsident Aleksandar Vucic sagte nach einem Treffen mit Vertreter:innen der Europäischen Union, der USA, Frankreichs, Deutschlands und Italiens am Freitag, dass er bereits sei, das Abkommen zur Konfliktbeilegung mit dem Kosovo zu akzeptieren.
Der serbische Präsident Aleksandar Vucic sagte nach einem Treffen mit Vertreter:innen der Europäischen Union, der USA, Frankreichs, Deutschlands und Italiens am Freitag, dass er bereit sei, das Abkommen zur Konfliktbeilegung mit dem Kosovo zu akzeptieren.
Vucic erklärte gegenüber Reporter:innen, dass er, als bei dem Treffen „ein wichtiger Punkt“ des Abkommens erörtert wurde, seine Bedenken und Vorbehalte mitteilte. Er lehnte es jedoch ab, darauf einzugehen, da das Abkommen noch nicht öffentlich sei. Vucic sagte, als serbischer Präsident „stehe ich vor den Problemen und Herausforderungen, die auf Serbien zukommen werden, wenn der Plan für den Streit mit dem Kosovo abgelehnt wird“.
„Unter diesen Umständen haben wir die Vertreter:innen der USA, Frankreichs, Deutschlands, Italiens und der EU gebeten, uns bei der Überwindung der Turbulenzen im Kosovo und in Metochien zu helfen, denn wir sind der Meinung, dass es höchste Zeit ist, die Gemeinschaft der serbischen Gemeinden zu gründen, wie es nicht nur versprochen, sondern vor zehn Jahren auch vereinbart wurde“, sagte Vucic. Er fügte hinzu, dass es sich um eine dringende Angelegenheit handele, und dass man erst dann über die Rückkehr der Serb:innen auf ihre Posten in den Institutionen des Kosovo sprechen könne, wenn sie gelöst sei.
Vucic traf sich mit dem EU-Sonderbeauftragten für den Belgrad-Pristina-Dialog, Miroslav Lajcak, seinem für den Westbalkan zuständigen US-Kollegen Gabriel Escobar, den außenpolitischen Berater:innen des französischen Präsidenten und der deutschen Bundeskanzlerin, Emmanuel Bonne und Jens Ploetner, sowie dem diplomatischen Berater des italienischen Ministerpräsidenten, Francesco Talo. Zuvor waren sie mit dem kosovarischen Premierminister Albin Kurti in Pristina zusammengetroffen.
Dieser Artikel erschien ursprünglich bei EURACTIVs Medienpartner betabriefing.com.