Waldbrände im Südwesten Frankreichs geraten außer Kontrolle
11.000 Hektar Wald sind abgebrannt und 16.000 Menschen wurden evakuiert. Die Ursache dafür sind zwei Brände in der Gironde, in La-Teste-De-Buch und Landiras, im Südwesten Frankreichs, die seit Dienstag wüten.
Rund 11.000 Hektar Wald sind in Frankreich abgebrannt und 16.000 Menschen wurden aufgrund zweier großflächiger Waldbrände, die seit Dienstag in mehreren Regionen wüten, evakuiert.
„Die Situation ist weiterhin sehr ungünstig“, erklärte die Präfektur der Gironde am Sonntagnachmittag (17. Juli). Dem Bürgermeister der nahegelegenen Ortschaft Biganos zufolge sei einer der Faktoren dafür wirbelnde Winde.
„Es ist ein echter Krake. Es gibt nicht unbedingt nur einen Feuerkopf. Es gibt mehrere Feuerköpfe“, erklärte er dem lokalen Radiosender France Bleu Gironde. Im Moment gibt es keine Toten zu beklagen, aber viele Urlauber:innen mussten die Campingplätze der Gironde verlassen.
„Wir sind mobilisiert“ und „wir werden weitermachen“, sagte Präsident Emmanuel Macron am Freitag nach einem Treffen mit den Leitern des Operativen Zentrums für Krisenmanagement (Cogic) und Innenminister Gerald Darmanin.
Der Präsident bedankte sich auch bei Griechenland, Spanien und Italien. Dank des EU-Katastrophenschutz-Mechanismus (CPM), „den wir eingerichtet haben und zu dem wir beigetragen haben“, habe Frankreich „von der europäischen Solidarität profitieren können“, sagte er. Die drei Länder haben Löschflugzeuge zur Verfügung gestellt, die am Freitagmorgen eingetroffen sind.
Da für diese Woche eine Hitzewelle erwartet wird, sind die 1.200 mobilisierten Feuerwehrleute wegen der extremen Wetterbedingungen besorgt, und die Region Gironde wurde von Météo France in Alarmstufe Rot versetzt.