Wird die Kommission im Bankensektor hart durchgreifen? [DE]
Heute, am 12. April, wird EU-Wettbewerbskommissarin Kroes die ersten Ergebnisse einer Untersuchung des Privatbankensektors, insbesondere der Bezahlkartensysteme, bekannt geben. Sie will sicherstellen, dass der Wettbewerb in diesen Märkten ausreichend ist, um den Verbrauchern größtmögliche Vorteile zu bringen.
Heute, am 12. April, wird EU-Wettbewerbskommissarin Kroes die ersten Ergebnisse einer Untersuchung des Privatbankensektors, insbesondere der Bezahlkartensysteme, bekannt geben. Sie will sicherstellen, dass der Wettbewerb in diesen Märkten ausreichend ist, um den Verbrauchern größtmögliche Vorteile zu bringen.
Am 13. Juni 2005 hatte die Kommission beschlossen eine Untersuchung der Wirtschaftszweige Privatkundenbankengeschäfte und Unternehmensversicherungen einzuleiten, nachdem die britische Wettbewerbsbehörde, Office of Fair Trading, entschieden hatte, rechtliche Schritte gegen Kreditkarteninstitute wie VISA und MasterCard einzuleiten, denen sie aufgrund ihrer Berechnung von Abwicklungsgebühren für die Nutzung von Kreditkarten, wettbewerbswidriges Verhalten vorwirft (siehe auch EURACTIV, 21. Oktober 2005).
Bisher haben sich die Untersuchungen hauptsächlich auf die Bedingungen für den Markteintritt, die Wettbewerbssituation zwischen den einzelnen Bezahlkartensystemen sowie die Auswahlmöglichkeiten für Verbraucher und kleine und mittelständische Unternehmen konzentriert.
Vorläufige Ergebnisse der Untersuchung des Privatbankensektors wird Kommissarin Neelie Kroes am 12. April 2006 auf einer Pressekonferenz bekannt geben. Laut des belgischen Wirtschaftsblatts L’Echo könnte Kroes Kreditkartenunternehmen wie Visa oder MasterCard mit rechtlichen Schritten wegen Verletzung des Wettbewerbsrechts drohen.