Zahl der gefälschten Euro-Münzen steigt stark an
Nach den am 18. Januar 2005 veröffentlichten Angaben des Europäischen Amtes für Betrugsbekämpfung (OLAF) ist die Zahl der gefälschten Euro-Münzen, die 2004 aus dem Verkehr gezogen wurden, stark angestiegen.
Nach den am 18.
Januar 2005 veröffentlichten Angaben des Europäischen Amtes für
Betrugsbekämpfung (OLAF) ist die Zahl der gefälschten Euro-Münzen,
die 2004 aus dem Verkehr gezogen wurden, stark
angestiegen.
Die Zahl der gefälschten Euro-Münzen, die aus
dem Umlauf gezogen worden sind, ist von 26.191 im Jahr
2003 auf 74.564 im Jahr 2004 angestiegen. Die deutsche 2-Euro-Münze
erfreut sich bei den Fälschern anscheinend der größten Beliebtheit.
OLAF hebt jedoch gleichzeitig hervor, dass die Anzahl im Vergleich
mit den 55 Milliarden echten Münzen, die im Umlauf sind, gering ist
und dass sie noch immer sehr viel niedriger ist als die Zahl der
gefälschten nationalen Münzen, die vor der Einführung des Euro im
Umlauf waren.
Nationalen Behörden ist es gelungen, im Laufe
des Jahres drei illegale Fälscherwerkstätten aufzuspüren und zu
zerlegen. Diese standen in Italien und Spanien. Durch diese Aktion
konnte die Polizei verhindern, dass 80.000 gefälschte Münzen in
Umlaufen gerieten.
In Bezug auf die Scheine gibt die Europäische
Zentralbank an, dass 2004 594.000 gefälschte Banknoten entdeckt
werden konnten. Dies bedeutet ein Anstieg um 8 % im Vergleich mit
2003. Der Gesamttrend war 2003 rückläufig. Echte Banknoten können
von gefälschten unterschieden werden indem man die von der
Europäischen Zentralbank empfohlenen Methode – das
„Fühlen-Sehen-Kippen‘-Prinzip – anwendet: Fühlen Sie die
Beschaffenheit des Banknotenpapiers sowie die Struktur
der Oberfläche, prüfen Sie das Wasserzeichen sowie den
Sicherheitsfaden, und kippen Sie die Banknote und schauen Sie sich
das Hologrammbild und den Glanzstreifen genau an.