Zahl der Krebstoten in der EU steigt
Immer weniger Menschen in der EU sterben. Doch aktuellen Zahlen zufolge fallen immer mehr von ihnen Krebs-Erkrankungen zum Opfer.
Immer weniger Menschen in der EU sterben. Doch aktuellen Zahlen zufolge fallen immer mehr von ihnen Krebs-Erkrankungen zum Opfer.
Die Zahl der Krebsopfer in der EU steigt an: Laut einem am Dienstag veröffentlichten Bericht des Statistikbüros Eurostat starben an der Krankheit 2011 6,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt sind europaweit ein Viertel aller Todesfälle auf Krebs zurückzuführen.
Gemessen an der Gesamtbevölkerung liegt die Zahl der Krebstoten in einigen Mitgliedsstaaten bei mehr als 30 Prozent. Dazu gehören die Niederlande mit 31,9 Prozent, Slowenien mit 31,3 Prozent und Irland mit 30,5 Prozent. In osteuropäischen Ländern macht Krebs weniger als ein Fünftel aller Todesfälle aus. Dazu gehören Bulgarien (15,6 Prozent), Rumänien (19,1 Prozent) und Litauen (19,9 Prozent).
Bei EU-Bürgern unter 65 Jahren war Krebs Todesursache bei knapp 40 Prozent (37,7 Prozent) aller Sterbefälle. In einigen Mitgliedsstaaten machte Krebs über 40 Prozent aller Todesfälle dieser Altersgruppe aus: In den Niederlanden (48,0 Prozent), Italien (45,2 Prozent), Spanien (43,9 Prozent) und Slowenien (40,9 Prozent). In anderen Mitgliedsstaaten lag der Anteil bei weniger als 30 Prozent: In Litauen (23,2%), Lettland (24,2 Prozent), Estland (26,3 Prozent), Bulgarien (26,7 Prozent) und Finnland (28,4 Prozent).
Lungenkrebs war 2011 mit 20,8 Prozent aller Fälle die am Häufigsten zum Tod führende Krebsart. An zweiter Stelle kommt Dickdarmkrebs mit 11,9 Prozent, gefolgt von Brustkrebs mit 7,2 Prozent, Bauchspeicheldrüsenkrebs mit 6,1 Prozent und Prostatakrebs. Letzter machte 10,2 Prozent aller tödlichen Krebserkrankungen bei der männlichen Bevölkerung aus.