Albanische Milchpreise steigen im September um 33 Prozent
Die Kosten für Molkereiprodukte sind aufgrund des Mangels an milchproduzierendem Vieh und der gestiegenen Kosten für Futtermittel, Verpackungen, Glas, Plastik und Kraftstoff für den Transport um bis zu 33 Prozent gestiegen.
Die Kosten für Molkereiprodukte sind aufgrund des Mangels an milchproduzierendem Vieh und der gestiegenen Kosten für Futtermittel, Verpackungen, Glas, Plastik und Kraftstoff für den Transport um bis zu 33 Prozent gestiegen.
Die Situation wird auch dadurch beeinflusst, dass viele Landwirt:innen abgewandert sind und nur wenige junge Leute bereit sind, sie zu ersetzen.
Der Preis für Kuhmilch ist im September um durchschnittlich 23 Prozent gestiegen, während Butter um 33 Prozent teurer geworden ist. Die Kosten für Joghurt stiegen je nach Marke um 16 bis 27 Prozent.
Fabio Morava, ein Joghurthersteller, erklärte gegenüber Monitor, dass der Preisanstieg durch drei Faktoren beeinflusst wurde: den Anstieg der Preise für Milch und Glasbehälter sowie die Erhöhung der Gewinnspanne der Supermärkte.
„Der Milchpreis von 45 Lek [38 Cent] mit Mehrwertsteuer, den wir früher den Landwirt:innen zahlten, liegt jetzt bei 100 Lek [85 Cent] pro Liter. Glasvasen und Korken sind von 40 Lek um 65 Prozent teurer geworden, wir kaufen sie jetzt für 65 Lek. Darüber hinaus haben die Supermärkte ihre Gewinnspannen erhöht.
Die Landwirt:innen berichten, dass die Kosten für Tierfutter um 50 Prozent gestiegen seien und dass ihre Treibstoffkosten zu den höchsten in Europa gehörten.
„Die Kosten im Zusammenhang mit der Kuhhaltung sind unerschwinglich. Von den zehn Kühen, die normalerweise im Sommer auf dem Hof stehen, habe ich derzeit nur noch sieben. Bei den hohen Futtermittelpreisen lohnt es sich nicht, mehr zu halten. Was die Kosten anbelangt, so sind wir von dem hohen Anstieg des Ölpreises stark betroffen“, sagte Landwirt Xhevair Alushi.
Unterdessen geht die Zahl der Nutztiere weiter zurück. Nach Angaben von INSTAT ist die Zahl der Ziegen im letzten Jahr um drei Prozent, die der Schafe um fünf Prozent und die der Kühe um sieben Prozent gesunken.
Die Daten des INSTAT zeigen, dass der Verbraucherpreisindex für die Untergruppe „Milch, Käse und Eier“ seit März rapide angestiegen ist, von 10,3 Prozent im März auf 22,3 Prozent im August, dem höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2007.