Arbeitnehmermobilität in der EU bleibt weiter beschränkt [DE]
2006 war das Europäische Jahr der Mobilität der Arbeitnehmer - auf einer Konferenz im französischen Lille wird nun Bilanz gezogen. Dass viele Hindernisse weiter bestehen bleiben, belegen bereits verschiedene Studien.
2006 war das Europäische Jahr der Mobilität der Arbeitnehmer – auf einer Konferenz im französischen Lille wird nun Bilanz gezogen. Dass viele Hindernisse weiter bestehen bleiben, belegen bereits verschiedene Studien.
Die am 11. Dezember 2006 in Lille unter dem Motto „Eine Mobilitätsstrategie für die EU“ („A Mobility Strategy for the EU“) eröffnete Abschlusskonferenz wird sich unter anderem mit der familiären Situation der Arbeitnehmer, den Beschäftigungsmöglichkeiten der Ehepartner, der grenzüberschreitenden Dimension der Mobilität und der Beseitigung rechtlicher und administrativer Hindernisse beschäftigen.
Rechtliche Hindernisse für die Mobilität der Arbeitnehmer bestehen weiterhin in der gesamten EU, vor allem in alten Mitgliedstaaten wie Deutschland, Frankreich und den Niederlanden. Großbritannien und die skandinavischen Länder verfolgen hingegen einen liberaleren Ansatz.
Nach Aussage von Kees Zandvliet, Forscher an der Universität Rotterdam, sei neben der Sprachbarriere die Mobilität des Partners eines der wichtigsten Hindernisse für die Arbeitnehmermobilität in der EU. Zandvliet beschäftigt sich in seiner aktuellen Studie mit dem Problem der Partnerbeschäftigung in der EU-27 und der Türkei.
Eine Studie von Price Waterhouse Coopers kommt zu ähnlichen Ergebnissen und identifiziert als Haupthindernisse für die Mobilität die unterschiedlichen Steuersysteme, die Gesundheitsfürsorge und die fehlende Harmonisierung des Arbeitsrechts der Mitgliedstaaten. Die Studie benennt zudem die Arbeitssituation des Partners und die Suche nach einer Unterkunft und nach Schulen als wichtige Hindernisse.
EURACTIV hat das Thema Arbeitnehmerfreizügigkeit über das ganze Jahr hinweg mit Unterstützung des Crosslingual-Netzwerkes verfolgt. Alle Dossiers und Artikel finden Sie in der Themenrubrik Arbeitnehmermobilität.