Aufnahmekapazitäten Tschechiens für ukrainische Flüchtlinge erschöpft

Die Tschechische Republik kann ukrainischen Flüchtlingen keine Unterkunft mehr anbieten, da die staatlichen Aufnahmekapazitäten inzwischen erschöpft sind.

EURACTIV.cz
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Um die Notlage zu mildern, hat die Tschechische Republik über das EU-Katastrophenschutzverfahren die Einrichtung von 25 modularen humanitären Zentren beantragt, in denen bis zu 50.000 Menschen untergebracht werden können. Diese Stützpunkte werden genutzt, sobald andere Notfallkapazitäten erschöpft sind. [EPA-EFE/MAXIM GUCHEK/BELTA HANDOUT]

Die Tschechische Republik kann ukrainischen Flüchtlingen keine Unterkunft mehr anbieten, da die staatlichen Aufnahmekapazitäten inzwischen erschöpft sind.

Um die Notlage zu mildern, hat die Tschechische Republik über das EU-Katastrophenschutzverfahren die Einrichtung von 25 modularen humanitären Zentren beantragt, in denen bis zu 50.000 Menschen untergebracht werden können. Diese Stützpunkte werden genutzt, sobald andere Notfallkapazitäten erschöpft sind.

„Die Kapazitäten des Staates sind erschöpft“, sagte Pavla Jakoubková, eine Sprecherin der Generaldirektion der tschechischen Feuerwehr.

Die Tschechische Republik hat keine direkte Grenze zur Ukraine, ist aber aufgrund der großen ukrainischen Minderheit und der geografischen und kulturellen Nähe zu dem überfallenen Land eines der Zielländer für Zehntausende von Flüchtlingen geworden.

Die Behörden des Landes haben ukrainische Flüchtlinge bisher in Hotels, Wohnheimen oder staatlichen Gebäuden untergebracht, die für die Aufnahme von Menschen geeignet sind. Hunderte von Ukrainer:innen sind auch in tschechischen Haushalten untergebracht, die ihre Hilfe angeboten haben.

„Wir kommen langsam in einen Zustand, in dem wir nur noch Notunterkünfte für Flüchtlinge zur Verfügung stellen können, das heißt, um das Überleben in einer Notsituation zu sichern. Die Menschen müssen in Turnhallen, Sälen und so weiter untergebracht werden, und ihre Unterkunft wird nicht komfortabel sein“, fügte Jakoubková hinzu.

Wenn diese Notunterkünfte erschöpft sind, plant das Land, humanitäre Stützpunkte zu nutzen, die im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens beantragt wurden.

Die Tschechische Republik beherbergt derzeit rund 200.000 Flüchtlinge aus der Ukraine.

„Wir versuchen, den Menschen aus der Ukraine so gut wie möglich zu helfen, aber die Aufnahmekapazitäten der Tschechischen Republik sind fast erschöpft, wir können kein Zielland mehr sein“, fügte die Sprecherin der tschechischen Feuerwehr hinzu.