Bulgarien verschiebt Beitritt zur Euro-Zone

Bulgarien schiebt seinen Eintritt in die Euro-Zone wegen der Schuldenkrise bis auf weiteres auf. Finanzminister Simon Djankow erklärt: "Die Krise in Griechenland und anderen Staaten hat uns vorsichtig gemacht gegenüber dem Klub und den Folgen, die eine Zugehörigkeit hat."

Bulgarien wolle vor einem Beitritt in die Euro-Zone wissen, „welche Chancen damit verbunden sind und welche Lasten“, sagt Finanzminister Simon Djankow. Foto: World Economic Forum
Bulgarien wolle vor einem Beitritt in die Euro-Zone wissen, "welche Chancen damit verbunden sind und welche Lasten", sagt Finanzminister Simon Djankow. Foto: World Economic Forum

Bulgarien schiebt seinen Eintritt in die Euro-Zone wegen der Schuldenkrise bis auf weiteres auf. Finanzminister Simon Djankow erklärt: „Die Krise in Griechenland und anderen Staaten hat uns vorsichtig gemacht gegenüber dem Klub und den Folgen, die eine Zugehörigkeit hat.“

"Wir werden nicht im Herbst mit den Vorgesprächen beginnen", sagte Finanzminister Simon Djankow am Donnerstag in London der Nachrichtenagentur Reuters. "Die Gespräche sind aufgeschoben, bis das Gesamtbild in der Euro-Zone klarer wird."

Bulgarien wolle vor einem Beitritt wissen, "welche Chancen damit verbunden sind und welche Lasten", sagte Djankow weiter. "Die Krise in Griechenland und anderen Staaten hat uns vorsichtig gemacht gegenüber dem Klub und den Folgen, die eine Zugehörigkeit hat."

Djankow hatte den Auftakt des Beitrittsprozesses im Februar für den Herbst angekündigt. Als ersten Schritt schließt sich ein Kandidat dem sogenannten "ERM-2-Mechanismus" an, in dem die Stabilität der lokalen Währung geprüft wird.

Die Euro-Staaten greifen Griechenland bereits ein zweites Mal mit Milliarden-Hilfen unter die Arme, damit es nicht unter seiner Schuldenlast zusammenbricht (EURACTIV.de vom 22. Juli 2011). Zudem haben sie Beiträge zu einem Rettungsschirm geleistet, der inzwischen Irland und Portugal unterstützt. Italien und Spanien – die dritt- und die viertgrößten Volkswirtschaften der Währungsgemeinschaft – drohten zuletzt ebenfalls in den Strudel gerissen zu werden.

EURACTIV/rtr/dto

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