Bulgarisches Parlament billigt Kauf von US-Kampfjets

Das bulgarische Parlament hat am Freitag nach einer hitzigen politischen Debatte den Kauf von acht weiteren US-amerikanischen F-16-Kampfjets der neuesten Version Block 70/72 gebilligt. Trotz Widerstands aus der Opposition.

EURACTIV.bg
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Bulgarien, das über eine alternde Flotte sowjetischer MiG-29-Kampfjets verfügt, hat 2019 acht F-16-Kampfjets von den USA erworben und beschlossen, acht weitere zu kaufen, da seine alternde Flotte im nächsten Jahr wahrscheinlich außer Dienst gestellt wird. [Shutterstock/Bogac Erkan]

Das bulgarische Parlament hat am Freitag nach einer hitzigen politischen Debatte den Kauf von acht weiteren US-amerikanischen F-16-Kampfjets der neuesten Version Block 70/72 gebilligt. Trotz Widerstands aus der Opposition.

Bulgarien, das über eine alternde Flotte sowjetischer MiG-29-Kampfjets verfügt, hat 2019 acht F-16-Kampfjets von den USA erworben und beschlossen, acht weitere zu kaufen. Die MiGs sollen demnächst außer Dienst gestellt werden.

Wenn die Gesetzgeber:innen das Geschäft nicht genehmigen, „brechen wir einfach 110 Jahre unserer Luftfahrtgeschichte ab“, sagte der amtierende Verteidigungsminister Dimitar Stoyanov vor der Abstimmung zu den Abgeordneten. Bulgarien war das erste Land, das im ersten Balkankrieg 1912 Flugzeuge zu Kampfzwecken einsetzte.

„Wenn wir uns nur an den ersten Vertrag halten, werden wir nur acht Kampfflugzeuge haben, die aber nicht über eine Luft-Boden-Bewaffnung und ausreichend präzise Waffen verfügen, um ihre Aufgaben erfüllen zu können“, fügte Stoyanov hinzu.

Der zweite Vertrag ermöglicht es uns, auch die Bewaffnung für die ersten acht Block 70 F-16 zu kaufen“, fügte er hinzu. Der Gesamtpreis für 16 Flugzeuge, Ersatzteile, Bewaffnung und Pilotenausbildung beläuft sich auf etwa 2,5 Milliarden Dollar.

Die geschäftsführende Regierung versucht auch, mit Frankreich oder Schweden ein Geschäft über den Kauf oder das Leasing gebrauchter Kampfflugzeuge abzuschließen, wobei Mirage 2000- und Gripen-Kampfflugzeuge die wahrscheinlichsten Kandidaten für ein solches Geschäft sind.

In diesem Jahr haben die Niederlande und Spanien bereits ihre Kampfflugzeuge nach Bulgarien entsandt, um die Verteidigung der NATO-Ostflanke zu gewährleisten. Zurzeit befinden sich sechs spanische Eurofighter in Bulgarien, die den Luftraum sichern.