Bundesregierung hält Krisensitzung zu AKW-Laufzeitverlängerung
Die Vorsitzenden der Drei-Parteien-Koalition haben am Donnerstag (1. Oktober) eine Krisensitzung einberufen, um über die Verlängerung der Laufzeiten mehrerer Atomkraftwerke zu beraten, da sie immer geringere Energieimporte aus Russland befürchten.
Die Vorsitzenden der Ampel-Koalition haben am Donnerstag (14. Oktober) eine Krisensitzung einberufen, um über die Verlängerung der Laufzeiten mehrerer Atomkraftwerke zu beraten, da sie immer geringere Energieimporte aus Russland befürchten.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck (Grüne) und Finanzminister Christian Lindner (FDP) berieten per Videoanruf über die Laufzeitverlängerung, berichtet Die Welt.
Ziel war es, eine Lösung für das aktuelle Patt innerhalb der Koalition zu finden, denn trotz Scholz‘ Beharren, dass die Koalition diesen Streit lösen wird, läuft die Zeit davon.
Denn das bayerische Kraftwerk Isar 2 des Energiekonzerns EON SE soll bis Ende des Jahres abgeschaltet werden. Allerdings müssen die Politiker:innen das Gesetz bis zum 21. Oktober verabschieden, damit genügend Zeit für die Wartungsarbeiten bleibt.
Neben der bayerischen Anlage sollte die Regierung auch über das Schicksal der beiden anderen verbleibenden Anlagen in Deutschland, der Anlage Neckarwestheim 2 in Baden-Württemberg und Emsland in Niedersachsen, entscheiden.
Russlands Krieg in der Ukraine hat die EU-Länder dazu gezwungen, die heimische Stromerzeugung zu steigern, wobei Deutschland trotz seiner traditionellen Anti-Atomkraft-Haltung auf die Kernenergie zurückgreifen könnte.