Bürokratieabbau für Forscher und KMU
Der Zugang zu EU-Forschungsgeldern soll einfacher werden, speziell für kleine Betriebe und Mittelständler. Die EU-Kommission verspricht weniger Papierkram.
Der Zugang zu EU-Forschungsgeldern soll einfacher werden, speziell für kleine Betriebe und Mittelständler. Die EU-Kommission verspricht weniger Papierkram.
Die EU-Kommission will es Forschern und Firmen erleichtern, am laufenden EU-Forschungsrahmenprogramm ("7. RP") teilzunehmen. Die Prozeduren gelten bislang als zu bürokratisch und langwierig. Speziell kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sollen vom jetzt beschlossenen "Vereinfachungsplan" profitieren.
Zwischen 2007 und 2013 stehen EU-weit 50,5 Milliarden Euro für das Rahmenprogramm bereit. Seit 2007 wurden fast 8.000 Projekte gefördert. Es beteiligen sich fast alle europäischen Universitäten. Etwa 15 Prozent der Teilnehmer sind KMU.
EU-Forschungskommissarin Máire Geoghegan-Quinn verspricht, die Teilnehmer müssten künftig weniger Zeit und Kraft mit Papierkram verschwenden. "So werden wir noch mehr und bessere Bewerber finden, darunter auch dynamische kleine Unternehmen, die einer überbordenden Bürokratie nicht gewachsen sind." Die Kommission werde für das Nachfolgeprogramm des 7. Rahmenprogramms noch radikalere Vereinfachungen vorschlagen.
Beschlossen sind eine größere Flexibilität bei der Berechnung der Personalkosten, eine Pauschalerstattung für KMU-Eigentümer und eine neue Lenkungsgruppe zur Beseitigung von Unstimmigkeiten in den Förderungvorschriften.
Bis Ende des Jahres unterbreitet die Kommission Vorschläge für das achte EU-Forschungs- und Innovationsprogramm. Im Frühjahr 2012 folgt hierzu eine offene Konsultation.
Red.
Links
EU-Kommission: EU-Forschungs- und Innovationsförderung – sofortiger Bürokratieabbau für Forscher und KMU. Pressemitteilung (24. Januar 2011)
EU-Kommission: Vereinfachungsmitteilung (April 2010)
BMF: Das deutsche Portal zum 7. Forschungsrahmenprogramm
Mehr zum Thema auf EURACTIV.de
Schütte: EU muss "Innovationslücke" schließen (24. August 2010)