Dänemark geht härter gegen illegale ausländische Arbeiter vor
Das dänische Ministerium für Einwanderung hat ein strengeres System zur Überwachung von illegaler Arbeit vorgestellt. Der Vorschlag zielt insbesondere auf Personen ab, die sich nicht legal in Dänemark aufhalten, aber nicht abgeschoben werden können.
Das dänische Ministerium für Einwanderung hat ein strengeres System zur Überwachung von illegaler Arbeit vorgestellt. Der Vorschlag zielt insbesondere auf Personen ab, die sich nicht legal in Dänemark aufhalten, aber nicht abgeschoben werden können.
In einer offiziellen Erklärung am Montag (16. Oktober) gab das Ministerium bekannt, dass es gegen die illegale Beschäftigung von Personen mit dem so genannten „geduldeten Aufenthaltsstatus“ vorgehen will. Dieser Begriff bezieht sich auf Personen, die keine Aufenthaltserlaubnis in Dänemark haben, aber nicht abgeschoben werden können, da es oft keine Rückführungsabkommen gibt oder ihnen im Falle einer Abschiebung die Todesstrafe droht.
In Dänemark gab es im Juni etwa 172 Personen mit Duldungsstatus, so das Ministerium. Es meldete einen Anstieg der Fälle, in denen Personen mit diesem Status in letzter Zeit illegal arbeiteten und bezahlt wurden.
Unter Berufung auf eine Einzelfallprüfung durch die Einwanderungsbehörden teilte das Ministerium außerdem mit, dass etwa 14 Personen möglicherweise unter Verstoß gegen das Gesetz nicht deklarierte Einkünfte bezogen haben, darunter ein Betrugsfall in Höhe von mehr als 750.000 dänischen Kronen (über 100.000 Euro) über mehrere Jahre hinweg.
Der Minister für Einwanderung und Integration, Kaare Dybvad Bek, kündigte als Reaktion auf diese Enthüllungen die Umsetzung mehrerer Maßnahmen an.
„Wir müssen sofortige Maßnahmen ergreifen, um alle Personen mit Duldungsstatus zu überprüfen“, sagte Bek in der Erklärung. „Wenn einer von ihnen an illegaler Arbeit beteiligt war oder unerlaubte Einkünfte bezogen hat, müssen wir dies natürlich der Polizei melden.“
Die Behörden haben bereits damit begonnen, sich mit diesen Fragen zu befassen, wobei die ersten Polizeiberichte eingereicht wurden, fügte Bek hinzu.
In Zukunft wird das Einwanderungsministerium eine kontinuierliche Überwachung durchführen, um die Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen.
Diese Kontrollen werden sich auf Ausländer mit Duldungsstatus und Ausländer richten, die keinen legalen Aufenthalt mehr in Dänemark haben und daher nicht berechtigt sind, dort zu arbeiten. Zu dieser Gruppe können auch Personen mit Vorstrafen gehören, die früher einen legalen Aufenthaltsstatus hatten, bevor sie eine Abschiebungsanordnung erhielten, erklärte der Einwanderungsminister.