Der Kampf gegen Rassismus im Fußball [DE]
Die Bekämpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gehöre zu einem der dem Sport innewohnenden Merkmale, doch den nationalen Fußballverbänden sollte von europäischer Seite aus eine klare Botschaft gesandt werden, damit sie aktiver gegen Rassismus vorgehen. Diese Ansicht erläutert die Koordinatorin der Anti-Rassismus-Kampagne in einem EURACTIV-Interview.
Die Bekämpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gehöre zu einem der dem Sport innewohnenden Merkmale, doch den nationalen Fußballverbänden sollte von europäischer Seite aus eine klare Botschaft gesandt werden, damit sie aktiver gegen Rassismus vorgehen. Diese Ansicht erläutert die Koordinatorin der Anti-Rassismus-Kampagne in einem EURACTIV-Interview.
Nach Ansicht von Ann de Mol, Koordinatorin der europaweiten Kampagne „Stand Up Speak Up“, die sich gegen Rassismus im Fußball richtet, besteht auf EU-Ebene dennoch Handlungsbedarf. So sollte die Kommission beispielsweise in diesem Bereich tätige Einrichtungen und NGOs anhören, um die aktuelle Situation in den Mitgliedstaaten zu bewerten. Außerdem könne sie die Abhaltung von Treffen und den Austausch vorbildlicher Praktiken zur Förderung der gesellschaftlichen Integration und Antidiskriminierung unterstützen. „Wir sollten auch die neuen Mitgliedstaaten nicht vergessen, und die verschiedenen Formen des Rassismus, mit denen Menschen wie die Roma dort konfrontiert sind“.
„Die Bekämpfung von Rassismus im Sport wohnt dem Sport inne, aber oft sind sich die Verbände in den Mitgliedstaaten ihrer Stärken in diesem Bereich, aktiv tätig zu werden, nicht bewusst. Sie brauchen Vorbilder, Beispiele guter Praktiken, die ihnen zeigen, wie sie aktiv werden können. Die UEFA und FIFA haben vor kurzem Anti-Rassismus-Kampagnen gestartet […] im Allgemeinen verhält es sich so, dass wenn die UEFA etwas sagt, ist dies ein deutliches Signal, dass die nationalen Fußballvereine nicht ignorieren können“.
„Die UEFA und FIFA müssen zusätzlich zu den Kampagnen auch zeigen, wie die Dinge in der Praxis und auf lokaler Ebene funktionieren können. Hierum bemühen wir uns – auf nationaler und europäischer Ebene den Austausch von ‚Best-Practice’-Beispielen zu organisieren“, erläuterte Ann de Mol.
Der Volltext des Interviews ist hier verfügbar.