Uniper beschert finnischem Energieriesen Fortum hohe Verluste
Das finnische Energieunternehmen Fortum, das sich zu 51 Prozent in Staatsbesitz befindet, meldete am Donnerstag einen Nettoverlust von 7,4 Milliarden Euro zwischen April und Juni dieses Jahres.
Die Fortum-Tochter Uniper, der größte Importeur von fossilem Gas in Deutschland, ist in ernste Probleme geraten, nachdem Russland seine Lieferungen reduziert hatte und das Unternehmen gezwungen war, Gas von anderen Märkten zu höheren Preisen zu kaufen, um seine Kunden im Rahmen langfristiger Verträge zu versorgen.
Das finnische Energieunternehmen Fortum, das sich zu 51 Prozent in Staatsbesitz befindet, meldete am Donnerstag einen Nettoverlust von 7,4 Milliarden Euro zwischen April und Juni dieses Jahres. Der Aktienkurs von Fortum fiel an der Börse in Helsinki um mehr als drei Prozent.
Ein Rettungspaket für Uniper wurde im Juli zwischen den Regierungen Finnlands und Deutschlands und Fortum vereinbart.
Im Rahmen des genehmigten „Stabilisierungspakets“ beteiligte sich die Bundesregierung mit 30 Prozent an Uniper und erhielt im Gegenzug 15 Milliarden Euro an Eigenkapital und Liquiditätshilfen. Das finnische Unternehmen bleibt mit einem reduzierten Anteil von 56 Prozent der größte Aktionär von Uniper.
Doch die Probleme im Gasgeschäft von Uniper belasten Fortum weiterhin.
„Die Situation wird sich voraussichtlich erst Anfang Oktober entspannen, wenn die Bundesregierung eine Abgabe auf alle Gaskunden erhebt, die 90 Prozent der Wiederbeschaffungskosten für die Gasbeschaffung decken soll“, so Fortum-CEO Markus Rauramo.
Laut Rauramo ist das „zugrunde liegende“ Stromgeschäft von Fortum „gesund“, und das Unternehmen verzeichnete im zweiten Quartal einen Betriebsgewinn von 574 Millionen Euro.
Fortum ist auch dabei, Käufer für seine Investitionen in Russland zu finden. In letzter Zeit hat Russland ausländische Länder daran gehindert, Energieprojekte im Land zu veräußern.