Diplomatisches Treffen zwischen USA und China in Wien

Die österreichische Regierung hat seine Fähigkeit zur Schau gestellt, einen streng geheimen Austausch zwischen hochrangigen amerikanischen und chinesischen Beamten zu ermöglichen, nachdem die Beziehungen zwischen den Supermächten etwas "eingefroren" sind.

Euractiv.de
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Wien, das seinen Ruf als Drehscheibe der Diplomatie aus der Zeit des Kalten Krieges geerbt hat, hat es seit Russlands OSZE-Boykott schwer, diesem Ruf wieder gerecht zu werden. [Shutterstock/fukomuffin]

In Wien fand am Donnerstag (11. Mai) ein streng geheimer Austausch zwischen hochrangigen amerikanischen und chinesischen Beamten statt. Die Beziehungen zwischen den beiden Staaten hatte sich zuletzt verschlechtert.

Wien, das seinen Ruf als Drehscheibe der Diplomatie aus der Zeit des Kalten Krieges geerbt hat, hat es seit Russlands OSZE-Boykott schwer, diesem Ruf wieder gerecht zu werden.

„Wir begrüßen das Treffen zwischen dem Nationalen Sicherheitsberater der USA, Jake Sullivan, und dem Politbüromitglied der Kommunistischen Partei Chinas, Wang Yi, in Wien“, erklärte der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg – sein Ministerium war im Vorfeld eingebunden.

Die beiden Vertreter der größten und zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt trafen sich am Dienstag und Mittwoch in Wien. Ihre Gespräche waren „offen, substanziell und konstruktiv und betrafen Schlüsselfragen der bilateralen Beziehungen zwischen den USA und China“, so Sullivan.

Der jüngste diplomatische Coup könnte Wien helfen, einen Teil seines Glanzes zurückzugewinnen.

„Wien wird auch in Zukunft als Ort des Dialogs für Treffen dieser Art zur Verfügung stehen und sie bestmöglich unterstützen“, fügte Schallenberg am Donnerstag in einer Erklärung hinzu.

Es ist bei weitem nicht das erste Mal, dass die geschichtsträchtige österreichische Hauptstadt wichtige ausländische Persönlichkeiten empfängt. Kurz vor der kubanischen Raketenkrise im Jahr 1961 trafen sich Nikita Chruschtow und John F. Kennedy in Wien.

„Offene und konstruktive Kanäle des Dialogs zwischen den USA und China sind wichtig für die regionale und internationale Sicherheit“, fügte der österreichische Minister hinzu.

Frühere Versuche, eine Art von Dialog zwischen den beiden herzustellen, waren gescheitert.