Einigung bei Gütertransporten
Trotz Bedenken von Fahrgastvertretern will die EU besondere Schienenkorridore für den schnelleren Güterverkehr einrichten. In Luxemburg einigten sich die Verkehrsminister auf einen Kompromiss.
Trotz Bedenken von Fahrgastvertretern will die EU besondere Schienenkorridore für den schnelleren Güterverkehr einrichten. In Luxemburg einigten sich die Verkehrsminister auf einen Kompromiss.
Die Mitgliedsstaaten einigten sich am Donnerstag (11. Juni) in Luxemburg darauf, negativen Folgen für den Passagierverkehr durch eine flexiblere Planung als zunächst vorgesehen vorzubeugen. Darauf hatte besonders Deutschland wegen seines dichten Bahnverkehrs gedrungen. Drei der neun grenzüberschreitenden Korridore führen durch Deutschland. Auf ihnen sollen, wo dies nötig scheint, "Kapazitätsreserven" für die Durchfahrt von Güterzügen festgelegt werden.
Über die Kapazitätsreserven entscheiden Vertreter aus den betroffenen Ländern gemeinsam. Bei der Entscheidung, wann welche Züge fahren, sei Einvernehmen nötig, sagte ein Diplomat. Demnach könnte etwa die Deutsche Bahn darauf bestehen, die Folgen für den Nahverkehr in Ballungsgebieten zu minimieren.
Kurz vor der Einigung war aus Deutschland Kritik an dem Vorhaben geäußert worden. (EURACTIV, 10.Juni 2009)
AFP