Elon Musk entlässt Desinformationsteams von X
Elon Musk hat angekündigt, dass er das Team der Plattform X, welches sich um Desinformation insbesondere in Bezug auf Wahlen kümmert, entlassen hat. In vielen Ländern stehen in der nächsten Zeit wichtige Wahlen an, so auch in der EU.
Elon Musk hat angekündigt, dass er das Team der Plattform X, welches sich um Desinformation insbesondere in Bezug auf Wahlen kümmert, entlassen hat. In vielen Ländern stehen in der nächsten Zeit wichtige Wahlen an, so auch in der EU.
„Oh, Sie meinen das „Election Integrity“-Team, das die Integrität der Wahlen untergraben hat? Ja, sie sind weg“, schrieb Musk am Mittwoch (27. September) in einem Beitrag als Reaktion auf einen Bericht in The Information.
Das Onlineportal berichtete, dass X, früher bekannt als Twitter, die Hälfte seines globalen Teams, das sich mit der Überwachung und Begrenzung von Desinformation und Betrug bei wichtigen Wahlen befasst, entlässt.
Im nächsten Jahr stehen weltweit mehr als 50 wichtige Wahlen an, darunter die US-Präsidentschaftswahlen, aber auch in Indien, Afrika und der Europäischen Union.
Die Ankündigung erfolgte, kurz nachdem die EU-Regulierungsbehörden festgestellt hatten, dass X von allen großen sozialen Netzwerken den größten Anteil an Desinformation aufweist.
Eine neue EU-Verordnung verpflichtet Technologieunternehmen dazu, Inhalte besser zu überwachen, um europäische Nutzer vor Desinformation und Hate Speech zu schützen. Wer gegen das Gesetz verstößt, muss mit Geldstrafen rechnen.
Der Stellenabbau scheint im Widerspruch zu den jüngsten Aussagen von X-Geschäftsführerin Linda Yaccarino zu stehen. Diese hatte diese Woche gegenüber der Financial Times erklärt, dass die Plattform ihre Teams in der ganzen Welt vor der hektischen Wahlsaison ausbaut.
In einem separaten Interview auf der Vox Code Conference am Mittwoch zu dem Bericht befragt, sagte Yaccarino, Wahlintegrität sei „ein Thema, das wir sehr ernst nehmen.“
„Im Gegensatz zu den Kommentaren, die gemacht wurden, gibt es ein robustes und wachsendes Team bei X, das sich um die Wahlintegrität kümmert“, fügte sie hinzu.
In ihrem Gespräch sagte Yaccarino auch, dass X Anfang nächsten Jahres einen Gewinn erzielen werde.
Sie wollte auch nicht bestätigen, dass X von allen Nutzern Geld verlangen würde, und deutete an, dass es sich dabei um eine „Idee“ und nicht um einen Plan handele.
Während eines Gesprächs mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu in der vergangenen Woche sagte Musk, dass die Einführung einer „kleinen monatlichen Zahlung“ für X die einzige Möglichkeit sei, automatisierte Konten, so genannte Bots, zu bekämpfen.