Energie- und Düngemittelpreise treffen finnische Landwirte hart

Finnische Landwirte leiden unter hohen Düngemittel und Energiepreisen. Nur etwa ein Drittel der Landwirte hat die für die nächste Anbausaison notwendigen Düngemittel bereits gekauft, so eine neue Umfrage.

EURACTIV
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Finnische Landwirte kämpfen mit hohen Düngemittel und Energiepreisen.

Finnische Landwirte leiden unter hohen Düngemittel und Energiepreisen. Nur etwa ein Drittel der Landwirte hat die für die nächste Anbausaison notwendigen Düngemittel bereits gekauft, so eine neue Umfrage.

Die von der Zentralvereinigung der landwirtschaftlichen Erzeuger und Waldbesitzer (MTK) durchgeführte Umfrage wurde Anfang November veröffentlicht.

Von den befragten Landwirten erwarteten 55 Prozent, dass sich ihre Liquidität in den nächsten sechs Monaten verschlechtern würde.

In Bezug auf Düngemittel gaben 30 Prozent der Befragten an, dass sie bereits Düngemittel für die nächste Anbausaison kaufen konnten, während 16 Prozent angaben, dass sie weniger und 20 Prozent, dass sie überhaupt keine Düngemittel erworben haben.

Auch die Energiepreise bereiten den Landwirten große Sorgen, denn jeder dritte befragte Landwirt gab an, dass sich die Stromkosten bereits in diesem Jahr verdoppeln werden. In Berichten wird sogar von einer Verzehnfachung der Stromkosten gesprochen.

Diese Trends wirken sich bereits auf die Produktion aus: 15 Prozent der befragten Landwirte bestätigten, dass sie die Tierproduktion bereits verringert oder ganz eingestellt haben, während 21 Prozent angaben, dass sie eine solche Maßnahme zu einem späteren Zeitpunkt in Betracht ziehen. Darüber hinaus gaben 20 Prozent der Befragten an, dass sie ihre Anbaufläche im nächsten Jahr um bis zu 25 Prozent reduzieren werden.

Auf der Grundlage der Umfrageergebnisse forderte der MTK-Vorsitzende Juha Marttila die Regierung auf, Subventionen für Strom und Düngemittel bereitzustellen.

Die Landwirtschaft und die Lebensmittelindustrie machen weniger als 2 Prozent des finnischen BIP aus. Schon vor der Energiekrise ging die Zahl der Betriebe deutlich zurück. Zwischen 2020 und 2021 ist mit einem Verlust von etwa 1.000 Betrieben zu rechnen.