EU sieht ‘Geist der Demokratie’ in Afghanistan [DE]
Die EU begrüßte die gestern (20. August) in Afghanistan abgehaltenen Präsidentschaftswahlen als Sieg der Demokratie, trotz der berichteten Unregelmäßigkeiten und Gewalt, welche das Leben von mindestens 26 Menschen kostete.
Die EU begrüßte die gestern (20. August) in Afghanistan abgehaltenen Präsidentschaftswahlen als Sieg der Demokratie, trotz der berichteten Unregelmäßigkeiten und Gewalt, welche das Leben von mindestens 26 Menschen kostete.
„Es gibt einen Sinn und Geist für Demokratie in Afghanistan, (…) der dringend zum Ausdruck gebracht werden will“, sagte Savante Kilander, Schwedens Botschafter und Vertreter der EU-Präsidentschaft in Afghanistan.
„Die EU ist hier und trägt zu dem Prozess bei, der in Afghanistan stattfindet. Jetzt finden die Präsidentschaftswahlen statt und innerhalb des nächsten Jahres werden auch die Parlamentswahlen stattfinden. Es handelt sich hier nicht um ein einmaliges Ereignis, es ist Teil eines größeren Zusammenhangs, in dem die EU eine wichtige Rolle spielt“, sagte Kilander, zitiert auf der Website der EU-Präsidentschaft.
Der Diplomat, wollte während der Wahl noch keine Vorhersagen zum Wahlausgang machen.
Laut Agenturen ist die Wahlbeteiligung niedriger als in vorhergehenden Wahlen, als Ergebnis der Drohungen der Taliban, Menschen zu töten oder ihnen die mit wasserfester Tinte gefärbten Finger derer abzuschneiden, die gewählt haben.
Afghanische Beamte nannten die Wahlen ebenfalls einen Erfolg, während das Lager des amtierenden Präsidenten Hamid Karzai behaupteten, einen Sieg zu verzeichnen und sagten dass vorläufige Ergebnisse zeigten, dass es keine Notwendigkeit für eine zweite Runde gebe.
Jedoch wies ein Sprecher seines hauptsächlichen Rivalen Abdullah Abdullah diese Aussagen zurück. Tatsächlich wird erwartet, dass es mehrere Tage dauern wird, bis die Stimmen ausgezählt sind.
Vereinzelte Gewalt tötete mindestens 26 Menschen im ganzen Land und es wurde über viele Unstimmigkeiten während der Wahlen berichtet. Auch viele Journalisten wurden geschlagen, festgenommen und belästigt, weil die afghanischen Behörden jedwede Berichterstattung über Gewalt am Wahltag verboten hatten.
US-Präsident Barack Obama sagte Afghanistans‘ Wahlen scheinen erfolgreich gewesen zu sein, trotz der Versuche der Taliban sie mit Gewalt zu stören.
“Wir hatten, was eine erfolgreiche Wahl in Afghanistan zu sein scheint, trotz der Anstrengungen der Taliban sie zu stören“, sagte Obama im Weißen Haus. „Wir müssen uns darauf konzentrieren, die Arbeit in Afghanistan zu beenden, aber dies wird einige Zeit brauchen“, fügte er hinzu.
Die Wahlen wurden weithin als ein Test für Obamas’ Politik gesehen, die darauf abzielt den Schub der Al Qaida sowohl in Afghanistan als auch in Pakistan zu drosseln.
Kürzlich veröffentlichte Umfrageergebnisse deuten an, dass die öffentliche Unterstützung für die US-Beteiligung in Afghanistan gefallen ist. Im November 2001 haben nur 9 Prozent der Antwortenden gedacht, die US-Beteiligung sei ein Fehler, aber im August 2009 ist die Zahl auf 42 Prozent gestiegen.