'Euchires-2005'-Kampagne soll Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr verbessern

Eine neue EU-weite Kampagne zielt darauf ab, die Nutzung von Sicherheitsgurten im Straßenverkehr weiter zu verbreiten. Im Vordergrund stehen vor allem Kinder.

Eine neue EU-weite Kampagne zielt darauf ab, die Nutzung von
Sicherheitsgurten im Straßenverkehr weiter zu verbreiten. Im
Vordergrund stehen vor allem Kinder.

Eine EU-weite Kampagne, bekannt unter dem Namen ‚Eurochires
2005’, ist angelaufen, um die Anlegung von Sicherheitsgurten
EU-weit zu verbreiten. Im Jahr 2003 kamen 46.700 Menschen bei
Verkehrsunfällen ums Leben und 2 Millionen Menschen wurden
verletzt. EU-Experten sind sich einig, dass Sicherheitsgurte die
kosteneffizienteste Möglichkeit zur Senkung dieser Zahlen
darstellen. „Unser Ziel ist es, die Zahl tödlicher Unfälle bis 2010
zu halbieren,“ betonte Verkehrskommissar Jacques Barrot. 

Aus EU-Studien geht hervor, dass 60 bis 80 Prozent der
Passagiere in der vorderen Sitzreihe einen Sicherheitsgurt anlegen,
während ihn auf dem Rücksitz lediglich 50 Prozent der Passagiere
anlegen. Im Vordergrund der Kampagne steht indessen die Verbreitung
von Kinderrückhalteeinrichtungen auf Sitzen. Hierzu beitragen soll
unter anderem ein Spielzeug, „Goochem“ oder „Armadillo“, das das
Anlegen von Sicherheitsgurten für Kinder zwischen vier und zwölf
Jahren mit Spaß verbinden soll. 

Das Projekt wurde 2004 in den Niederlanden lanciert und kommt
jetzt auch nach Belgien, in die Tschechische Republik, nach
Finnland, Deutschland, Polen, Portugal, Slowenien, Spanien und
Schweden. 

Richtlinie 2003/20/EG, die Eltern verpflichtet,
Rückhalteeinrichtungen anzuwenden, die dem Alter und der Größe
ihrer Kinder angepasst sind, wurde im April 2003 angenommen. Sie
ersetzte eine ältere Richtlinie, die die Nutzung von
Sicherheitsgurten für Erwachsene erlaubt hatte.