Europa Kompakt: Kosovo und Serbien - Normalisierung der Beziehungen?

Bereits seit 2011 befinden sich der Kosovo uns Serbien in Verhandlungen über die Normalisierung ihrer Beziehungen. Denn die Unabhängigkeit des Kosovo erkennt Serbien bis heute nicht an. Über das Wochenende wurde eine weitere Hürde auf diesem Weg genommen.

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Bereits seit 2011 befinden sich der Kosovo uns Serbien in Verhandlungen über die Normalisierung ihrer Beziehungen. Denn die Unabhängigkeit des Kosovo erkennt Serbien bis heute nicht an. 

Über das Wochenende wurde eine weitere Hürde auf diesem Weg genommen. Nach zwölfstündigen Verhandlungen einigten sich die beiden Seiten auf Maßnahmen zur Umsetzung des ambitionierten Plans, der bereits vergangen Monat ausgearbeitet wurde.

Zwar wird Serbien den Kosovo auch weiterhin nicht offiziell anerkennen, wird aber dessen Aufnahme in internationale Organisationen wie etwa den Europarat oder die Vereinten Nationen nicht länger blockieren – in der Praxis eine Anerkennung durch die Hintertür.

Der Kosovo wird den serbischen Gemeinden demnach auf seinem Territorium ein gewisses Maß an Selbstverwaltung einräumen und hierzu “unverzüglich” – wie der Chefdiplomat Josep Borrell betonte – einen Verband der serbischen Gemeinden im Kosovo gründen.

Was zunächst nach einem großem Durchbruch klingt, könnte sich allerdings als zahnloser Tiger erweisen. Denn der Kosovo hat den Umsetzungsplan deutlich verwässert, während Serbien ihn nicht einmal unterschrieben hat. Damit hat die Vereinbarung lediglich Handschlagqualität.

Ob es sich also lediglich um ein politisches Manöver handelt oder ob es wirklich zu einer dauerhaften Entspannung kommen wird, bleibt abzuwarten.

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