Europäische und afrikanische Minister wollen Flüchtlingsströme gemeinsam angehen [DE]

Die Minister von 30 europäischen und 27 afrikanischen Staaten kommen in Rabat, Marokko, zusammen, um über Ansätze zur Eindämmung der illegalen Migration zu beraten. Sie werden sich voraussichtlich auf einen gemeinsamen Aktionsplan einigen.

Die Minister von 30 europäischen und 27 afrikanischen Staaten kommen in Rabat, Marokko, zusammen, um über Ansätze zur Eindämmung der illegalen Migration zu beraten. Sie werden sich voraussichtlich auf einen gemeinsamen Aktionsplan einigen.

Immer mehr Afrikaner fliehen nach Europa, um Hunger und Elend in ihren Ländern zu entgehen. Am 10. und 11. Juli treffen sich nun europäische und afrikanische Minister, um über Wege zu diskutieren, wie die wachsenden Migrationströme eingedämmt werden können.   

Ein Aktionsplan soll das Problem der illegalen Migration von zwei Seiten angehen. So soll die Grenzüberwachungen verschärft, die Armutsbekämpfung gleichzeitig aber auch verbessert werden. Was den Grenzschutz anbelangt, befassen sich die Minister mit der Einführung gemeinsamer Polizeipatrouillen im Mittelmeer und vor der westafrikanischen Küste, um die Flüchtlingsboote zu stoppen. 

Seit Anfang 2006 sind nach Angaben des Sprechers der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Jean-Philippe Chauzy, etwa 10.000 Menschen auf den Kanarischen Inseln angekommen – das sind doppelt so viele wie im Vorjahr.   

Hinsichtlich der Armutsbekämpfung soll vor allem über neue Entwicklungsprojekte, Sprachkurse und die Schaffung besserer Bildungsmöglichkeiten gesprochen werden.