"Fettleibigkeit wird durch Werbung gefördert" [DE]

Auf einer Konferenz der Getränke- und Lebensmittelindustrie hat die Kommission die entscheidende Rolle betont, die Werbung und Etikettierung im Kampf gegen die Fettleibigkeit spielen.

Auf einer Konferenz der Getränke- und Lebensmittelindustrie hat die Kommission die entscheidende Rolle betont, die Werbung und Etikettierung im Kampf gegen die Fettleibigkeit spielen.

Der Verband der europäischen Getränke- und Lebensmittelindustrie (CIAA) hat in Anlehnung an die Themen der „Food for Life“-Plattform ihre Jahrestagung am 26.-27. Oktober 2006 um drei Hauptbereiche konzentriert: Lebensmittel & Gesundheit, Lebensmittel & Verbraucher und Lebensmittelsicherheit.

Fettleibigkeit war kein eigener Punkt auf der Agenda des Kongresses, jedoch verwiesen alle Referenten  des Lebensmittel & Gesundheit-Workshops darauf, dass dieses Thema stetig an Bedeutung zunehme.

Der Sprecher von Gesundheitskommissar Markos Kyprianou, Philip Tod, übermittelte folgende Botschaft der Kommission an die Industrie: Der Kommissar fordere die Industrie dazu auf, keine auf Kinder ausgerichtete Werbung für Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Fett, Zucker oder Salz zu machen. Er betonte, dass die Werbung großen Einfluss auf die Wahl der Lebensmittel habe und auf das Bild, dass man von dem Nährwert eines Produktes habe.

Lebensmitteletikettierungen würden den Bürgern die Möglichkeit bieten, einen Überblick über ihren täglichen Verbrauch von unterschiedlichen Inhaltsstoffen zu behalten. Wenn diese Angaben nicht zuverlässig seien, könnten sie mehr Schaden als Nutzen bringen. Die Kommission wünsche keine weitere Irreführung der Verbraucher, so Tod.

Der Präsident des CIAA, Jean Martin, betonte, dass die Getränke- und Lebensmittelindustrie bereits ihren Verpflichtungen unter der EU-Plattform nachkomme durch Produktneuformulierungen, Bildung, Etikettierungsforschung, körperliche Bewegung und verantwortungsvolle Werbung und Marketing – vor allem in Bezug auf Kinder.