Finnisches Kinderkrankenhaus bittet Ausland um Hilfe
Personalmangel extrem: Das Universitätskrankenhaus von Helsinki ist gezwungen, auf die Zusammenarbeit mit anderen nordeuropäischen Ländern zurückzugreifen. So hat es Eltern gefragt, ob sie bereit wären, ihre Kinder in Dänemark oder Schweden operieren zu lassen.
Personalmangel extrem: Das Universitätskrankenhaus von Helsinki ist gezwungen, auf die Zusammenarbeit mit anderen nordeuropäischen Ländern zurückzugreifen. So hat es Eltern gefragt, ob sie bereit wären, ihre Kinder in Dänemark oder Schweden operieren zu lassen.
Das Kinderkrankenhaus in Helsinki war aufgrund eines akuten Mangels an Krankenpflegern auf der Intensivstation nicht in der Lage, die gesetzlich vorgeschriebene Behandlungsgarantie von 180 Tagen zu erfüllen.
Jetzt gebe es jedoch eine Chance für diese Kinder, im Ausland operiert zu werden, sagte Jari Petäjä, Direktor des Krankenhauses. Die OPs sollen im dänischen Kopenhagen oder dem schwedischen Göteborg durchgeführt werden.
Die sich verschlechternde Situation kam bereits im letzten Herbst ans Licht, als der Universitätsklinikbezirk Helsinki einen Bericht an die nationale Aufsichtsbehörde für Wohlfahrt und Gesundheit einreichte.
Damals warteten, wie YLE berichtete, etwa 117 pädiatrische Patienten auf eine Operation, mehr als doppelt so viele wie sonst.
Nach Schätzungen des Kinderkrankenhauses hat sich die Situation leicht verbessert. Derzeit warten etwa 85 Kinderpatienten auf eine Operation. Die Behörden haben Maßnahmen ergriffen, um die Situation zu entschärfen. Dies brauche jedoch seine Zeit.
Das Ministerium für Soziales und Gesundheit hat die Mittel für die Ausbildung von mehr Intensivpflegern in diesem Jahr und im Jahr 2024 um 1 Million Euro aufgestockt.