Frankreich bereitet neue Übernahmeabwehr vor [DE]
Frankreichs Finanzminister Thierry Breton will die Gesetzgebung zu feindlichen Übernahmen französischer Firmen nun ändern. Dieser Schritt ist das Ergebnis des zunehmenden Protektionismus in Frankreich im Kielwasser des Übernahmekampfs zwischen Mittal und Arcelor.
Frankreichs Finanzminister Thierry Breton will die Gesetzgebung zu feindlichen Übernahmen französischer Firmen nun ändern. Dieser Schritt ist das Ergebnis des zunehmenden Protektionismus in Frankreich im Kielwasser des Übernahmekampfs zwischen Mittal und Arcelor.
Es wird erwartet, dass die französische Regierung die Änderungen des Gesetzes zu Übernahmen heute (17. Februar) einreichen wird. Diese Änderung würde es Unternehmen erlauben, Optionsscheine auszustellen, welche anschließend in günstigere Aktien für existierende Anteilseigner umgewandelt werden könnten Diese Maßnahme – in der Finanzwelt auch die „Poison Pill“ (Giftpille) genannt – würde es ausländischen Firmen erschweren, eine feindliche Übernahme eines französischen Unternehmens zu starten.
Kritiker sehen dies als ein Zeichen des wachsenden Protektionismus in Frankreich. Premierminister de Villepin hingegen hat in den letzten Monaten mehrmals den „wirtschaftlichen Nationalismus“ als eine Antwort auf die Globalisierung verteidigt.
Luxemburg hat bereits letzte Woche ein ähnliches Gesetz zur Übernahmeabwehr angenommen.