Frankreich stockt medizinische Hilfe für Gaza auf

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat angekündigt, mindestens ein Flugzeug und ein Schiff entsenden zu wollen, um medizinische Hilfe bereitzustellen und die Krankenhäuser im Gazastreifen zu unterstützen.

EURACTIV.fr
French president visits Egypt
„Ein französisches Flugzeug wird [auf ägyptischem] Boden landen, um medizinische Hilfsgüter nach Gaza zu liefern“, hat Emmanuel Macron am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung mit dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sissi angekündigt. „Weitere werden folgen“, versicherte er. [EPA-EFE/EGYPTIAN PRESIDENTIAL PRESS OFFICE HANDOUT HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES]

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat angekündigt, mindestens ein Flugzeug und ein Schiff entsenden zu wollen, um medizinische Hilfe bereitzustellen und die Krankenhäuser im Gazastreifen zu unterstützen.

„Ein französisches Flugzeug wird [auf ägyptischem] Boden landen, um medizinische Hilfsgüter nach Gaza zu liefern“, so Emmanuel Macron am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung mit dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sissi. „Weitere werden folgen“, versicherte er.

Außerdem kündigte er an, dass ein französisches Marineschiff „bald in See stechen wird, um die Krankenhäuser in Gaza zu unterstützen.“ Das Schiff verließ am Mittwochabend den Hafen von Toulon.

„Wir werden uns in vollem Umfang engagieren, vor allem um der Zivilbevölkerung des Gazastreifens Zugang zu Medikamenten und medizinischer Versorgung zu verschaffen“, erklärte der französische Präsident und fügte hinzu, dass dies „die Korridore und Routen, die Sie [die Ägypter] geöffnet haben“, einbeziehen werde.

„Es geht auch um die finanziellen Mittel, die wir mobilisieren müssen, um den Bedürfnissen im Gazastreifen und im Westjordanland gerecht zu werden“, so Macron. Er verwies darauf, dass Frankreich seinen Beitrag zur humanitären Hilfe für die palästinensischen Gebiete um zehn Millionen Euro erhöht hat.

Der französische Präsident beendete eine zweitägige Reise in den Nahen Osten vor dem Hintergrund des Krieges zwischen Israel und der Hamas, bei der er mit den Staats- und Regierungschefs von Israel, Palästina, Jordanien und Ägypten zusammentraf.

Dabei wies Macron auch Vorwürfe seitens al-Sissis und des jordanischen Königs Abdullah II. zurück, dass es in Bezug auf Opfer und Zivilisten eine „Doppelmoral“ gebe, je nachdem, ob sie Israeli oder Palästinenser seien.

Macron versicherte seinen Zuhörern, dass Frankreich nicht mit zweierlei Maß messe. „Das Völkerrecht gilt für alle, und Frankreich hat immer die universellen Werte des Humanismus hochgehalten. Alle Leben sind gleich und es gibt keine Hierarchie“, eklärte er.

„Humanitäre Hilfe […] muss ungehindert nach Gaza gelangen“, so Macron.