Griechenland will grünes Licht für neue Notkredite

Alexis Tsipras will deutsche Forderungen wehrt sich gegen deutsche Privatisierungspläne. Foto: dpa
Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras sieht sich unter Druck, denn die Geldgeber stoppen vorerst die Schuldenerleichterungen für Griechenland. [Foto: dpa]

Im Streit um die Reformauflagen und Sparmaßnahmen Griechenlands soll es nach Angaben der Regierung in Athen nun am 9. Mai ein Sondertreffen der Finanzminister der Eurogruppe geben.

Dieses Datum habe der Chef des Gremiums, der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem, festgelegt, erklärte die griechische Regierung am Donnerstagabend. Eigentlich
sollte das Treffen bereits am Donnerstag stattfinden, es wurde aber wegen anhaltender Meinungsverschiedenheiten verschoben.

Der Streit über Reformauflagen und Sparmaßnahmen zwischen den Euro-Ländern und Athen ist wieder voll entbrannt, so dass die Auszahlung neue Notkredite aus dem im Juli vereinbarten dritten Rettungsprogramm blockiert ist.

Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras sieht sich außerstande, die von Berlin, Brüssel und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) eingeforderten zusätzlichen Anstrengungen durch sein Parlament zu bringen. Gegen die Maßnahmen gibt es massive Proteste in der Bevölkerung.

Tsipras forderte am Mittwoch einen Euro-Sondergipfel, um den Streit zu lösen. Er blitzte damit aber bei der EU-Führung und in Berlin ab. Nun soll den Angaben zufolge also am 9. Mai ein Sondertreffen der Finanzminister stattfinden, die grünes Licht für neue Notkredite an Griechenland geben könnten.
Dies soll zugleich auch der Startschuss für Verhandlungen über Schuldenerleichterungen für Athen sein, die der IWF zum Unmut der Bundesregierung einfordert.