Großbritannien soll Grenzen für Arbeiter aus dem Osten öffnen [DE]

Eine Studie von The Work Foundation, die von der rumänischen Presse weithin Beachtung fand, erklärt, dass Großbritannien von der Einwanderung aus Osteuropa „außerordentlich profitiert“ habe. Sie fordert London auf, den englischen Arbeitsmarkt für Rumänen und Bulgaren zu öffnen.

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Eine Studie von The Work Foundation, die von der rumänischen Presse weithin Beachtung fand, erklärt, dass Großbritannien von der Einwanderung aus Osteuropa „außerordentlich profitiert“ habe. Sie fordert London auf, den englischen Arbeitsmarkt für Rumänen und Bulgaren zu öffnen.

Die Studie fordert eine erneute Prüfung der Beschränkungen, die für bulgarische und rumänische Arbeiter gelten. Letztere werden anders behandelt, als Arbeiter aus den anderen acht mittel- und osteuropäischen Ländern, die der EU 2004 beigetreten sind – die so genannten „A8“.

Der Bericht wurde vergangene Woche veröffentlicht und trägt den Titel „Migration Myths, Employment, Wages and Labour Market Performance“ (deutsch: Migration, Mythen, Beschäftigung, Löhne und Leistung des Arbeitsmarktes). Er zeigt beispielsweise, dass eine Mehrheit der Einwanderer aus den A8 jünger als 35 Jahre ist und daher nur in geringem Umfang Gebrauch vom nationalen Gesundheitssystem macht.

Einwanderer kämen nach Großbritannien, um zu arbeiten, nicht, um dem Sozialstaat auf der Tasche zu liegen, bemerkt die Studie.

Weiterhin bringt die Studie zu Tage, dass die große Mehrheit der A8-Migranten die Absicht hat, für weniger als drei Monate im Vereinigten Königreich zu bleiben. Weniger als zehn Prozent hoffen, für zwei Jahre oder länger zu bleiben, etwa 20% wissen es nicht. Die nahe liegende Lösung ist, dass die britischen Arbeitgeber die Immigranten aus den A8 nutzen, um Lücken auf dem Arbeitsmarkt zu schließen oder Engpässe zu bewältigen. 

Eines der Ergebnisse der Forschungsarbeit ist, dass das Arbeitskräfteangebot aus Mittel- und Osteuropa in Großbritannien in den kommenden fünf Jahren vermutlich drastisch zurückgehen wird. Daher schlussfolgern die Autoren, dass die britischen Behörden ihren Arbeitsmarkt für die Bürger aus Bulgarien oder Rumänien öffnen sollten.

Bulgaren und Rumänen können seit dem 1. Januar 2007 – als die Länder der EU beitraten – ohne Visum in das Vereinigte Königreich einreisen. Trotz Warnungen in der britischen Boulevardpresse ist es dadurch nicht zur einer „Invasion“ von Arbeitssuchenden aus diesen ärmeren EU-Ländern gekommen.

Die Work Foundation ist eine sehr alte Organisation, die 1918 unter dem Namen ‚The Industrial Society’ gegründet wurde und 2002 umbenannt wurde. Auch nach der Umbenennung hat sie ihre Tradition, sich für eine Verbesserung der Lebensqualität in Großbritannien einzusetzen, weiter fortgeführt.