Große Unterschiede bei regionaler Innovationsfähigkeit [DE]

Wirtschaftliche und soziale regionale Ungleichheiten sind nach wie vor vor allem auf unterschiedlich hohe Investitionsvolumen bei Forschung und Entwicklung und unterschiedlich starke Bemühungen beim Aufbau einer Informationsgesellschaft zurückzuführen.

Wirtschaftliche und soziale regionale Ungleichheiten sind nach wie vor vor allem auf unterschiedlich hohe Investitionsvolumen bei Forschung und Entwicklung und unterschiedlich starke Bemühungen beim Aufbau einer Informationsgesellschaft zurückzuführen.

Der vierte Fortschrittsbericht der Kommission über  Kohäsion analysiert die wirtschaftlichen und sozialen Unterschiede in der erweiterten EU und liefert einen Überblick über die Entwicklungen der Kohäsionspolitik.  Auch wenn es in dem Bericht heißt, dass die wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten abgenommen hätten, verweist der Bericht dennoch auf ein „beunruhigendes Ungleichgewicht in der modernen Infrastruktur, in Forschung und Bildung, die unsere Fähigkeit für Exzellenz und Innovation begrenzen“, sagte Danuta Hübner, EU-Kommissarin für Regionalpolitik.

Forschung und Entwicklung ist ein entscheidender Faktor für  die Innovationsfähigkeit einer Region.  Der Zugang zu Informationstechnologien wird als ein wichtiger Antrieb für die Entwicklung einer wissensbasierten Wirtschaft angesehen.  In dem Bericht heißt es, dass nahezu ein Fünftel aller europäischen Regionen kaum Forschung betreiben und dass in Regionen, in denen das BIP unter 75 % des EU-Durchschnitts liegt, weniger als 15 % der Haushalte über einen Breitband-Internetzugang verfügen.  

Ziel der EU-Regionalpolitik wird daher auch weiterhin die Überwindung regionaler Unterschiede sein.  Die Regionalpolitik wurde 2005 überarbeitet, damit ab 2007 Ausgaben der Kohäsionspolitik zunehmend als Instrument zur Erreichung der Ziele der Lissabon-Strategie für Wachstum und Beschäftigung verwendet  werden können.  Des Weiteren sollen im Rahmen von drei neue Initiativen  die Kräfte von vier internationalen Finanzinstituten zusammengelegt werden, welche dabei helfen sollen, das EU-Budget für regionale Entwicklung sinnvoll einzusetzen.