Hohe Mieten Hürde für Expansion, so KMU

Unternehmer wollen, dass Regierungen Anreize für große Firmen schaffen, ungenutzte Räumlichkeiten an kleinere Firmen zu vermieten, da hohe Mieten in europäischen Hauptstädten eine Hürde für Wachstum darstellten.

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Unternehmer wollen, dass Regierungen Anreize für große Firmen schaffen, ungenutzte Räumlichkeiten an kleinere Firmen zu vermieten, da hohe Mieten in europäischen Hauptstädten eine Hürde für Wachstum darstellten.

Bei einem Unternehmertreffen, zu dem die Fondation EURACTIV im Rahmen der KMU-Woche eingeladen hatte, beschwerten sich Firmeninhaber, dass ihre Expansionspläne durchkreuzt würden, weil sie keine angemessenen Räumlichkeiten finden könnten.

Durch seit der Krise schwindende Kapitalgesellschaften stehen viele Büros in großen Unternehmen leer. Währenddessen arbeiten Unternehmensgründer, die gerne ihre eigenen Räume finden und ein oder zwei neue Arbeitnehmer einstellen wollen, weiter von zuhause aus weil die Renten künstlich hoch sind.

Ségolène Finet, Gründerin von mamaNANA, einer französischen E-Boutique für Mode, die den Bedürfnissen von stillenden Müttern gewidmet ist, sagt, dass mehr Unterstützung für Unternehmen nach der Gründungsphase notwendig sei.

„Wenn du ein Unternehmen gründest gibt es verfügbare Unterstützung, doch wenn dein eigenes Unternehmen wächst wird es schwieriger.“

Die hohen Kosten für Mieten sind Finet zufolge ein großer Teil des Problems. Sie stellt fest, dass Unternehmen sich schwer tun, großen Firmen Konkurrenz zu machen, insofern sie nicht Teil eines regierungsgestützten Unternehmensbrutkastens sind.

Sie schlägt vor, dass Regierungen Anreize für große Unternehmen schaffen sollten, Teile ihres Büroraums an wachsende KMU unterzuvermieten. Aktuell gebe es jede Menge ungenutzten Raum in Paris, doch sei es finanziell nicht attraktiv, Räume an eine andere Firma unterzuvermieten.

Finet sagte außerdem, dass die Steuern und Sozialversicherungsabgaben hauptsächliche Hürden für die Einstellung von Arbeitskräften seien und Unternehmen entmutigten, die Mitarbeiterzahlen zu erhöhen.

Sava Marinkovi? von TeleSkin in Serbien stimmt zu, dass es einen Überfluss an Büroraum in Belgrad gebe, doch dass Unternehmen ihre Räumlichkeiten nicht untervermieteten.

Unternehmer kritisierten außerdem die Schwierigkeiten im Zugang zu Finanzierungen, die Bürokratie und den Export. Sie wollen weniger Regulierung und Steuererleichterungen und verlangten eine stärkere Regierungsfinanzierung.