Industrie erhält mehr Aufträge
Industriebetriebe der Eurozone erhielten im Juni unerwartet viele Aufträge. Deutschland stabilisiert sich. In Dänemark kommt die Krise erst an.
Industriebetriebe der Eurozone erhielten im Juni unerwartet viele Aufträge. Deutschland stabilisiert sich. In Dänemark kommt die Krise erst an.
Die Auftragslage der Industrie im Euroraum hat sich im Juni erheblich verbessert. Das verarbeitende Gewerbe verzeichnete ein Auftragsplus von 3,1 Prozent gegenüber dem Vormonat, teilte das europäische Statistikamt Eurostat am Montag (24. August 2009) mit. Bei Investitionsgütern verbuchten Unternehmen der Eurozone 5,6 Prozent mehr Aufträge.
Auch mit Blick auf das Vorjahr hat sich die Lage in der Eurozone etwas aufgehellt. Im Vergleich zum Juni 2008 gingen in der Industrie 25,1 Prozent weniger Aufträge ein. Im Mai hatte die Differenz zu 2008 noch 30,3 Prozent betragen.
Deutschland Wachstumsmotor, Irland schafft Trendwende
Die Eurozone kommt derzeit wesentlich besser aus dem Konjunkturtief als die gesamte EU. Im Schnitt der EU-27 sank der Auftragsindex im Juni sogar, und zwar um um 0,4 Prozent.
Speziell Deutschland sorgte für das gute Abschneiden der Eurozone. Die Aufträge für das verarbeitende Gewerbe stiegen hierzulande um 4,6 Prozent, nach einem Plus von 4,2 Prozent im Mai. Eine drastische Trendwende schaffte Irland. Waren hier die Aufträgseingänge im Mai noch um 18,1 Prozent zurückgegangen, stiegen sie im Juni wieder um 14,8 Prozent.
Deutlich mehr Aufträge verbuchte auch das verabeitende Gewerbe in Bulgarien (plus 13,8 Prozent) und Ungarn (plus 13,1 Prozent). Dagegen kommt die Krise in Dänemark gerade erst an. Nach einem moderaten Rückgang der Aufträge im Mai (minus 1 Prozent) brachen die Bestellungen im Juni deutlich ein (minus 29,9 Prozent).
awr