Interview: 'Stolz auf fanatischen Einsatz für Unabhängigkeit Großbritanniens' [DE]

Nigel Farage, Parteichef der viel gescholtenen UK Independence Party (UKIP) sprach mit EURACTIV über seinen anhaltenden Einsatz für das Anliegen der UKIP in Brüssel. Zudem erklärte er, warum er der Ansicht sei, dass Großbritannien sich im Hinblick auf die 10% der Waren, die es nach Europa exportiert, zu sehr bindet. 

Nigel Farage, Parteichef der viel gescholtenen UK Independence Party (UKIP) sprach mit EURACTIV über seinen anhaltenden Einsatz für das Anliegen der UKIP in Brüssel. Zudem erklärte er, warum er der Ansicht sei, dass Großbritannien sich im Hinblick auf die 10% der Waren, die es nach Europa exportiert, zu sehr bindet. 

Der Chef der UK Independence Party (UKIP), Nigel Farage, ist der Auffasssung, dass es die einzigartige Beziehung des Landes zu einem Drittel der Weltbevölkerung, dem Commenwealth, sei, die Großbritannien vom Rest der EU trenne. 

Farage sagte gegenüber EURACTIV, dass nur 10% der britischen Exporte nach Europa gingen, die Regeln des Binnenmarktes aber dennoch zu 100% auf Großbritannien zuträfen. Großbritannien würde wegen dieser 10% große Verpflichtungen eingehen, obwohl 80% der Wirtschaft darin bestünden, einen kleinen Laden an der Ecke zu führen und keine Bananen mehr an alte Damen verkaufen zu dürfen, weil es sich dabei nun um ein Verbrechen handele.  
Im 21. Jahrhundert sei dieser Umstand für ein Land wie Großbritannien in der englischsprachigen globalen Wirtschaft, das bislang den dynamischsten Finanzmarkt der Welt habe, absolut lächerlich.

Die letzten Wochen waren für Farages UKIP turbulent. Eine der Europaabgeordneten der Partei, Tom Wise, wurde am 28. Februar 2007 wegen eines Verfahrens durch das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF), das eventuelle finanzielle Unregelmäßigkeiten untersucht, suspendiert. Zudem hatte UKIP kürzlich bestätigt, dass die Wahlkommission die Partei zu einer Zahlung von 363, 697 britischen Pfund wegen Bruchs des Political Parties, Elections and Referendums Act 2000 aufgefordert hatte. 

Auch mit Vorwürfen wegen Diskriminierung gegen Asylbewerber und Rassismus muss sich die Partei regelmäßig auseinandersetzen. Die Partei hat sich entschieden
gegen Vorwürfe der britischen Medien gewehrt, die UKIP hätte einen Kandidaten von den Wahlen auf Lokalebene wegen dessen Behinderung ausgeschlossen. 

Im Hinblick auf die Rassismusvorwürfe sagte Farage, in den letzten 30 oder 40 Jahren hätte man als Rassist gegolten, wenn man eine kritische Haltung zu Einwanderungsfragen gehabt habe. Den Briten sei dies eingeredet worden und die UKIP würde heutzutage sehr verärgert reagieren, wenn sie jemand als Rassisten bezeichne, was die Mitglieder nicht seien. Solche Anschuldigungen seien nicht korrekt und unfair, weswegen die Partei über solche Dinge empört sei. Der frühere Parteichef der Konservativen William Hague habe die UKIP einmal als Sippschaft von Fanatikern bezeichnet, auf was Farage geantwortet habe, die UKIP sei stolz darauf, fanatisch im Hinblick auf die Wahrung der britischen Unabhängigkeit zu sein. 

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