Italien: Kreditwürdigkeit herabgestuft, Ausblick negativ
Nach der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat nun auch Moody's die Kreditwürdigkeit Italiens deutlich herabgestuft. Begründet wird die Abwertung des hoch verschuldeten Landes mit Unsicherheiten auf den Finanzmärkten, in der Euro-Zone und in Italien.
Nach der Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat nun auch Moody’s die Kreditwürdigkeit Italiens deutlich herabgestuft. Begründet wird die Abwertung des hoch verschuldeten Landes mit Unsicherheiten auf den Finanzmärkten, in der Euro-Zone und in Italien.
Die Ratingagentur Moody’s hat die Kreditwürdigkeit Italiens am Dienstag um drei Stufen von "Aa2" auf "A2" herabgestuft. Moody’s gab einen negativen Ausblick und warnte damit vor weiteren Herabstufungen. Die Ratingagentur begründete ihre Herabstufung mit den anhaltenden Unsicherheiten auf den internationalen Finanzmärkten, mit der ungelösten Staatsschulden-Krise in der Euro-Zone und den Risiken für die italienische Wirtschaft. Auch andere Länder der Euro-Zone drohen demnach weitere Herabstufungen.
Ministerpräsident Silvio Berlusconi erklärte, die Herabstufung sei erwartet worden. Die Regierung arbeite daran, die von der EU-Kommission abgesegneten Haushaltsziele zu erreichen.
Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hatte die Kreditwürdigkeit Italiens bereits vor wenigen Wochen um eine Note auf "A" heruntergestuft (EURACTIV.de vom 20. September 2011). Die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone hat Schulden in Höhe von etwa 1,9 Billionen Euro. Das entspricht 120 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung. In der Euro-Zone hat nur Griechenland eine höhere Staatsschuldenquote.
Längerfristige Ungewissheit
"Das ungewisse Marktumfeld sowie das Risiko einer weiteren Eintrübung der Investorenstimmung könnte den Zugang des Landes zu den Anleihemärkten behindern", erklärte Moody’s. Falls es eine längerfristige Ungewissheit über die Verfügbarkeit externer Finanzierungsquellen gebe, könne sich die Kreditwürdigkeit Italiens daher noch deutlich verschlechtern, auch wenn die Gefahr eines Zahlungsausfalls bislang sehr gering sei.
Mit Blick auf die gesamten Euro-Zone erklärte Moody’s, der Druck auf die Bonitäten der Länder habe seinen Höhepunkt noch nicht erreicht. Mit Ausnahme der finanzkräftigsten Schuldner würden voraussichtlich alle Länder einen anhaltenden negativen Druck auf ihre Ratings verspüren. Derzeit jedoch gebe es noch keine unmittelbare Gefahr für Länder mit der Bestnote "Aaa" – darunter Deutschland.
EURACTIV/rtr/red
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Moody’s: Moody’s downgrades Italy’s government bond ratings to A2 with a negative outlook (4. Oktober 2011)
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