Italiens Energie- und Algeriens Ölriese schließen neues Gasabkommen
Der italienische Energiekonzern Eni und die algerische Ölgesellschaft Sonatrach haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um die Entwicklung von Gasfeldern und grünem Wasserstoff in Algerien zu beschleunigen und die Gasexporte nach Italien zu steigern.
Der italienische Energiekonzern Eni und die algerische Ölgesellschaft Sonatrach haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um die Entwicklung von Gasfeldern und grünem Wasserstoff in Algerien zu beschleunigen und die Gasexporte nach Italien zu steigern.
Die Vereinbarung wurde am Donnerstag (26. Mai) im Palazzo Chigi in Rom unterzeichnet, wo sich der algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune im Rahmen eines offiziellen Besuchs mit Staatspräsident Sergio Mattarella und Premierminister Mario Draghi traf.
„Das Memorandum stellt einen weiteren Schritt zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Italien und Algerien im Energiebereich dar und steht im Einklang mit Enis Strategie der Diversifizierung der Energiequellen in Richtung Dekarbonisierung“, schrieb Eni in einer Mitteilung.
Eni ist seit 1981 in Algerien tätig. Seit 1983 liefert die Transmed-Pipeline algerisches Gas an die italienische Küste in Sizilien.
Die erwarteten Gasfördermengen belaufen sich auf drei Milliarden Kubikmeter (bcm) pro Jahr und werden die Exportkapazität Algeriens nach Italien über die Transmed-Pipeline erhöhen, so Eni.
Das Memorandum sieht auch ein Pilotprojekt für grünen Wasserstoff in Bir Rebaa Nord in der algerischen Wüste vor.
Nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine vereinbarten Eni und Sonatrach, die Durchflussmenge der Transmed-Pipeline bis 2023-24 auf neun Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr zu erhöhen.
In einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der italienischen Non-Profit-Organisation Legambiente heißt es, Italien laufe Gefahr, das Ziel von 70 Gigawatt an neuen Anlagen für erneuerbare Energien nicht im Jahr 2030, sondern erst in 124 Jahren zu erreichen.
Die Organisation forderte die Regierung auf, der Diversifizierung der Gasversorgung durch den Kauf fossiler Brennstoffe nicht länger Priorität einzuräumen und stattdessen in erneuerbare Energien zu investieren.