2023 wird zum Europäischen Jahr der Kompetenzen

Die Europäische Kommission hat am Mittwoch (12. Oktober) einen Vorschlag angenommen, das Jahr 2023 zum Europäischen Jahr der Kompetenzen zu machen, um den Arbeitskräftemangel in der gesamten Union zu verringern.

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Die Entscheidung wurde von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen während einer Rede zur Lage der Union am 14. September angekündigt. [EPA-EFE/JULIEN WARNAND]

Die Europäische Kommission hat am Mittwoch (12. Oktober) beschlossen, das Jahr 2023 zum Europäischen Jahr der Kompetenzen zu machen. Damit soll dem Fachkräftemangel in der gesamten Union entgegengewirkt werden.

Die Entscheidung wurde von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen während der Rede zur Lage der Union am 14. September angekündigt.

In ihrer Rede sprach die Präsidentin das Problem des Fachkräftemangel in den Mitgliedstaaten an. Sie wies darauf hin, dass es notwendig sei, in die berufliche Bildung und Weiterbildung zu investieren, „um Arbeitskräfte mit den richtigen Qualifikationen auszustatten“ und die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken.

Während die Arbeitslosenquote in der EU im August bei nur 6 Prozent lag, bleiben 3 Prozent aller verfügbaren Stellen unbesetzt.

Darüber hinaus haben nach Angaben der Kommission mehr als drei Viertel der Unternehmen in der EU Schwierigkeiten, Arbeitskräfte mit den richtigen Qualifikationen zu finden, während nur 37 Prozent der Erwachsenen regelmäßig an einer Fortbildung teilnehmen.

Laut der EU-Exekutive soll das Europäische Jahr der Kompetenzen den Mitgliedstaaten dabei helfen, die Ziele für 2030 zu erreichen, nämlich eine Beschäftigungsquote von 78 Prozent und eine Quote von 60 Prozent der Erwachsenen in Ausbildung pro Jahr.

Der Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration, Nicolas Schmit, erklärte, dass das Europäische Jahr der Kompetenzen „eine Gelegenheit sein wird, die Verbindung zwischen arbeitsmarktorientierter Ausbildung und Arbeitskräftemangel herzustellen.“

Die Kommission will während des Jahres die Aus- und Weiterbildung fördern, die dem Bedarf des Arbeitsmarktes und den Ambitionen der Arbeitnehmer entspricht.

„Mit dem Europäischen Jahr der Kompetenzen werden wir mehr, effizientere und umfassendere Mittel für Umschulung und Weiterbildung bereitstellen, um sicherzustellen, dass unsere Talente ihr volles Potenzial entfalten können“, sagte Bildungskommissarin Mariya Gabriel.

Ebenfalls schlägt die EU-Kommission vor, die Anerkennung der Qualifikationen von Nicht-EU-Bürgern zu erleichtern, um mehr Arbeitskräfte für den europäischen Arbeitsmarkt zu gewinnen.

Das Europäische Parlament und die Mitgliedsstaaten müssen nun den Vorschlag der Kommission diskutieren. Die EU-Länder werden dann einen nationalen Koordinator für das Europäische Jahr der Kompetenzen ernennen müssen.

[Bearbeitet von Alice Taylor]