Kommission führt Razzia bei Energiegiganten durch [DE]
Aufgrund fortwährender Wettbewerbsprobleme an den EU-Energiemärkten, hat die EU-Kartellbehörde 20 Hausdurchsuchungen bei Energieunternehmen wie E.ON und Gaz de France durchgeführt.
Aufgrund fortwährender Wettbewerbsprobleme an den EU-Energiemärkten, hat die EU-Kartellbehörde 20 Hausdurchsuchungen bei Energieunternehmen wie E.ON und Gaz de France durchgeführt.
Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes meint es ernst. Dies haben Energiekonzerne wie E.ON, RWE, Gaz de France, Distrigas und OMV AG am 16. Mai zu spüren bekommen, als Mitarbeiter der Kommission in mehr als 20 Städten in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Belgien und Ungran, deren Bürogebäude durchsucht haben.
Diese Durchsuchungen sind Teil der Bemühungen der Kommission ihrem Versprechen nachzukommen, die Energiemärkte wirklich zu öffnen. Die Dringlichkeit dieses Anliegens hat aufgrund der steigenden Energiekosten und der zunehmenden Abhängigkeit von Russland erheblich zugenommen.
Laut eines Sprechers der Kommission stehen die Durchsuchungen mit dem Verdacht im Zusammenhang, dass die Unternehmen den Zugang zu den Gasleitungen und Speicherkapazitäten beschränken und den Markt durch Absprachen unter sich aufteilen würden. Eine Untersuchung des Energiesektors, welche im Februar 2006 veröffentlicht wurde, hatte „ernstzunehmende Fehlfunktionen“ festgestellt (s. EURACTIV, 17. Februar 2006).
Falls die Unternehmen gegen das Kartellrecht verstoßen haben sollten, können die Unternehmen mit Geldbußen von bis zu 10 % ihres weltweiten Jahresumsatzes rechnen.