Korruption in Polen im EU-Vergleich am höchsten
Polen steht an der Spitze derjenigen Länder, in denen die Bürger das Gefühl haben, Opfer von Korruption zu werden, heißt es in einem neuen Bericht der Organisation Transparency International. Die wenigsten Probleme mit Korruption gibt es demnach in Finnland. Für den jährlichen Bericht werden Beobachtungen verschiedener Institutionen sowie von Geschäftsleuten und Analysten ausgewertet.
Polen steht an der Spitze derjenigen Länder, in denen die Bürger das Gefühl haben, Opfer von Korruption zu werden, heißt es in einem neuen Bericht der Organisation Transparency International. Die wenigsten Probleme mit Korruption gibt es demnach in Finnland. Für den jährlichen Bericht werden Beobachtungen verschiedener Institutionen sowie von Geschäftsleuten und Analysten ausgewertet.
Der „Transparency-International-Korruptionswahrnehmungsindex“ 2005 zeigt, dass Wirtschaftsexperten und Analysten die nordischen Länder auch weiterhin als am wenigsten korrumpiert ansehen. „Sie stehen für professionelle und transparente öffentliche Verwaltung, kombiniert mit einer starken Zivilgesellschaft“, heißt es in dem Bericht. Finnland hat nach wie vor die wenigsten Korruptionsprobleme, gefolgt von Dänemark und Schweden.
Griechenland, Italien, die Tschechische Republik und Polen schnitten dagegen in dem Bericht relativ schlecht ab und „zeigten wenig oder gar keine Verbesserung auf“. Das könne, so heißt es weiter, die Glaubwürdigkeit der EU im Kampf gegen Korruption in den neuen Mitgliedstaaten und Beitrittskandidaten untergraben.
Indes zeigen EU-Beitrittskandidatenländer bessere Ergebnisse auf als Länder, die keinen Beitritt zur EU anstreben. Bulgarien, die Türkei, Kroatien und Rumänien schneiden unter denjenigen süd- und osteuropäischen Ländern, die nicht oder noch nicht EU-Mitglieder sind, am besten ab.
Der TI-Bericht verzeichnet unter den Nachbarländern der EU ein Anwachsen der landesweiten Korruption in Weißrussland und Russland – ein Ergebnis abnehmender Transparenz der Regierungsaktivitäten und von Schließungen oder gesetzlichen Verboten zahlreicher unabhängiger Organisationen, Medien und Nichtregierungsorganisationen. Zugleich hat die Ukraine ihr TI-Ranking maßgeblich verbessern können, seitdem die neue Regierung an der Macht ist.