Kosovo: Bundeswehr schickt weitere Soldaten
Die Lage im Nordkosovo bleibt weiter angespannt. Die Bundeswehr verlegt 550 zusätzliche Soldaten in die Balkanregion. Die KFOR hatte zusätzliche Einheiten aus Österreich und Deutschland angefordert.
Die Lage im Nordkosovo bleibt weiter angespannt. Die Bundeswehr verlegt 550 zusätzliche Soldaten in die Balkanregion. Die KFOR hatte zusätzliche Einheiten aus Österreich und Deutschland angefordert.
Der Oberbefehlshaber der internationalen KFOR-Truppen, Generalmajor Erhard Bühler, hat zur Unterstützung der Kräfte vor Ort den Einsatz des sogenannten ORF-Bataillons (Operational Reserve Force) bei der NATO beantragt.
Am 1. August erteilte das zuständige NATO-Hauptquartier (Joint Forces Command) in Neapel den Einsatzbefehl für dieses Bataillon, das aktuell von Deutschland und Österreich gestellt wird.
Die insgesamt rund 700 Soldaten, davon rund 550 Angehörige der Bundeswehr und rund 150 des österreichischen Bundesheeres, werden in den nächsten Tagen in das Kosovo verlegt.
Eine Nato-Sprecherin sagte, die dort schon stationierten rund 6.000 Soldaten sollten dadurch unterstützt werden. "Die Lage hat sich nicht verschlechtert, aber die KFOR-Truppen waren sehr aktiv, und der Kommandeur ist der Ansicht, sie müssen entlastet werden", ergänzte die Sprecherin.
Zwischen Serben und Albanern im Kosovo war in der vergangenen Woche ein Konflikt an der Grenze zu Serbien aufgeflammt. Das Kosovo hatte ein Importverbot für Waren aus Serbien erlassen und damit auf eine entsprechende schon lang bestehende Blockade für Güter aus dem Kosovo durch Serbien reagiert. Der Streit war eskaliert, als ethnisch-serbische Sicherheitskräfte der Kosovo das Verbot nicht umsetzen wollten und von albanischen Spezialkräften der Polizei abgelöst wurden. Ein albanischer Polizist wurde bei der Auseinandersetzung erschossen.
Die NATO sorgt mit etwa 6.000 Einsatzkräften seit der einseitigen Ablösung des Kosovo von Serbien 2008 in dem jungen Staat für Sicherheit. Deutschland stellt das größte Truppenkontingent mit rund 1.100 Soldaten. Die Mandatsobergrenze liegt bei 1.850.
EURACTIV/rtr/dto
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Bundeswehr: ORF-Bataillon verstärkt KFOR (2. August 2011)
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