Krise im Nahen Osten überschattet G8-Gipfel [DE]

Die Spannungen zwischen Israel und seinen Nachbarn haben den Rohölpreise auf 78 Dollar pro Barrel ansteigen lassen. Diese Entwicklung wird zwangsläufig auch Thema des G8-Gipfels in Russland sein, auf dem es vor allem um die Sicherheit der Energieversorgung gehen sollte.

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Die Spannungen zwischen Israel und seinen Nachbarn haben den Rohölpreise auf 78 Dollar pro Barrel ansteigen lassen. Diese Entwicklung wird zwangsläufig auch Thema des G8-Gipfels in Russland sein, auf dem es vor allem um die Sicherheit der Energieversorgung gehen sollte.

Die geplanten Diskussionen über Irans Urananreicherungsprogramm wird die Bedeutung des bevorstehenden G8-Gipfels in St. Petersburg zusätzlich erhöhen – ebenso wie die Spannungen im Nahen Osten.

Beim Börsenschluss in Tokio am Freitag lag der Ölpreis bereits bei über 78 Dollar pro Barrel.  Ursache hierfür ist die Gefahr, dass die Gewalt zwischen Israel und Libanon auf die Nachbarstaaten Syrien und Iran übergreifen könnte.  Israel wirft sowohl dem Iran als auch Syrien vor, die Übergriffe der Hisbollah zu unterstützen, welche den Ausschlag für den Gegenschlag geliefert haben.  

Die britische Außenministerin Margaret Beckett sagte am Donnerstag, dass sich alle über die Verbindung zwischen dem Iran und der Hisbollah im Klaren seien.  Daher forderte sie alle Länder, die auf die Hisbollah und die Hamas Einfluss nehmen können, auf, ihren Teil zur Lösung des Konflikts beizutragen.

Reuters berichtete, dass der iranische Präsident Mahmound Ahmadinejad gesagt habe, dass jede militärische Offensive gegen Syrien als ein Angriff gegen den gesamten Islam gewertet würde und dass dies eine „heftige Reaktion“ provozieren würde.

Die Zuspitzung im Nahen Osten könnte die geplanten Gespräche des G8-Gipfels überschatten.  Russlands Präsident Putin hat vor allem beabsichtigt, die weltweite Energieversorgungssicherheit sowie die Verbreitung der Atomenergie in Schwellenländer zu thematisieren (s. EURACTIV, 11. Juli 2006).

Die EU-Kommission hofft, dass sich die G8-Staaten auf ihrem Treffen über eine Reihe von Grundsätzen für die weltweite Energiesicherheit einigen können, z.B.: 

  • Einführung eines marktbasierten Systems
  • Einführung eines transparenten, stabilen und wirksamen Rechtsrahmens, in dem klare Spielregeln herrschen 
  • Diversifizierung von Nachfrage und Angebot bei den Energiequellen, beim Ursprungsland, bei der Beförderung und bei den Beförderungsmitteln