Kroatien nur wenige Schritte vom Schengen-Beitritt entfernt

Laut Diplomatenkreisen werden die EU-Mitgliedsstaaten am Donnerstag den Beitritt Kroatiens zum passfreien Schengenraum durchwinken, wie Jutarnji List berichtete.

Euractiv.com
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Die Minister:innen werden zwei getrennte Abstimmungen über die Schengen-Erweiterung abhalten: Eine über Kroatien, die voraussichtlich ohne Probleme über die Bühne gehen wird, und eine weitere über den Beitritt Bulgariens und Rumäniens, der aufgrund des Widerstands Österreichs und der Niederlande wahrscheinlich auf eine Mauer stoßen wird. [Shutterstock/Alexandros Michailidis]

Laut Diplomatenkreisen werden die EU-Mitgliedsstaaten am Donnerstag den Beitritt Kroatiens zum passfreien Schengenraum durchwinken, wie Jutarnji List berichtete.

Bei einer Sitzung am Mittwoch sei „keine Stimme gegen Kroatien erhoben worden, was darauf hindeutet, dass die Innenminister:innen die Entscheidung am Donnerstag formell billigen werden“, schrieb die Zeitung.

N1 berichtete dasselbe und fügte hinzu, dass die Abstimmung über Kroatien eine Formalität sein sollte.

Die Minister:innen werden zwei getrennte Abstimmungen über die Schengen-Erweiterung abhalten: Eine über Kroatien, die voraussichtlich ohne Probleme über die Bühne gehen wird, und eine weitere über den Beitritt Bulgariens und Rumäniens, der aufgrund des Widerstands Österreichs und der Niederlande wahrscheinlich auf eine Mauer stoßen wird.

Österreich hat deutlich gemacht, dass es für den Beitritt Kroatien ist, aber sowohl Bulgarien als auch Rumänien, die 2007 der EU beigetreten sind, ablehnt, während die Niederlande bereit wären, Rumänien zu akzeptieren, aber nicht Bulgarien.

Sofia hat bereits mit Vergeltungsmaßnahmen gedroht, falls ihm der Weg versperrt wird. Die Europäische Kommission in ihrer jüngsten Expertenbewertung bereits erklärt, dass alle drei Länder für den Schengen-Beitritt bereit seien.

Kroatien, das im Juli 2013 als letztes Land der EU beigetreten ist, wird im Januar auch Mitglied der Eurozone werden.