Länger, moderner und gefährlicher: Ungarns Zaun gegen Flüchtlinge

Zur Abwehr von Flüchtlingen hat Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban den Bau einer weiteren Grenzanlage an der Grenze zu Serbien angekündigt.

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Die ungarische Grenze kann laut Orban "nicht mit Blumen und Kuscheltieren verteidigt werden, sondern mit Polizisten, Soldaten und Waffen." [<a href="http://www.shutterstock.com/gallery-3851912p1.html" target="_blank" rel="noopener">Mongkon Jutatit/shutterstock</a>]

Zur Abwehr von Flüchtlingen hat Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban den Bau einer weiteren Grenzanlage an der Grenze zu Serbien angekündigt.

Zur Verstärkung des bisherigen mit Stacheldraht bewehrten Zauns solle entlang der 175 Kilometer langen Grenze ein „robusteres Verteidigungssystem“ gebaut werden, sagte Orban am Freitag. Dieses solle über die „modernste technische Ausrüstung“ verfügen.

„Die Grenze kann nicht mit Blumen und Kuscheltieren verteidigt werden, sondern mit Polizisten, Soldaten und Waffen“, betonte der rechtskonservative Regierungschef. Die neue Grenzanlage solle in der Lage sein, „hunderttausende“ von Flüchtlingen abzuwehren, falls die Türkei ihre Kooperation mit der Europäischen Union in Flüchtlingsfragen aufkündige.

Vor wenigen Tagen hatte Orban in einem Zeitungsinterview gesagt, Ungarn müsse sich auf den Fall vorbereiten, dass Ankara seine „Drohungen“ wahrmache, wieder Flüchtlinge ungehindert Richtung EU weiterreisen zu lassen. „Ungarns Grenzen sind die Tore zu Europa, und wir werden sie hundertprozentig verteidigen“, sagte er dabei.

Im vergangenen Jahr hatten mehr als 400.000 Flüchtlinge Ungarn auf ihrem Weg nach Nordwesteuropa durchquert, vor allem nach Deutschland. Daraufhin ließ Orban Grenzzäune bauen. In diesem Jahr reisten bislang erst knapp 18.000 Flüchtlinge nach Ungarn ein.

Anfang Oktober stimmen die Ungarn in einem Referendum über die von der EU beschlossene Umverteilung von Flüchtlingen innerhalb Europas ab. Die Regierung in Budapest lehnt diese vehement ab.