Macron bedauert Draghis Rücktritt
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat am Donnerstag den italienischen Premierminister Mario Draghi gewürdigt, dessen Rücktritt laut der französischen EU-Ministerin Laurence Boone eine Phase der Unsicherheit einleitet.
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat am Donnerstag den italienischen Premierminister Mario Draghi gewürdigt, dessen Rücktritt laut der französischen EU-Ministerin Laurence Boone eine Phase der Unsicherheit einleitet.
In einer Erklärung hat Macron „das unerschütterliche Engagement [von Mario Draghi] für die Reform seines Landes“ gelobt.
Er lobte den „großen italienischen Staatsmann“ und „Freund Frankreichs“, der Italien zu einem „unerschütterlichen Unterstützer bei der Bereitstellung europäischer Antworten auf unsere gemeinsamen Herausforderungen gemacht hat, insbesondere angesichts der russischen Aggression gegenüber der Ukraine.“
Dank Draghi habe die französisch-italienische Freundschaft „neuen Schwung“ erhalten, was schließlich zur Unterzeichnung des Quirinale-Vertrags geführt habe, so Macron.
Dieser Vertrag, dessen Verhandlungen 2018 unter der Leitung von Paolo Gentiloni begannen und der im November 2021 unterzeichnet wurde, sollte die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern stärken, insbesondere in den Bereichen Sicherheit, Verteidigung, Raumfahrt, Forschung und Bildung.
Der Historiker Marc Lazar warnte, dass die Entstehung einer rechten Regierung in Italien im Konflikt mit Russland gegen die Ukraine arbeiten könnte.
Matteo Salvinis Lega und Silvio Berlusconis Forza Italia, die laut Meinungsumfragen wahrscheinlich eine Koalition mit der postfaschistischen Partei Fratelli d’Italia bilden werden, stehen Russlands Präsident Wladimir Putin „zweideutig, ja sogar ambivalent“ gegenüber.