Macron fordert französischen Investitionsstopp in die USA
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat heimische Unternehmen aufgefordert, geplante oder kürzlich angekündigte Investitionen in den USA vorerst auszusetzen. Kurz darauf traf sich Macron mit Branchenvertretern, die besonders unter den angekündigten US-Zollmaßnahmen leiden würden.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat heimische Unternehmen aufgefordert, geplante oder kürzlich angekündigte Investitionen in den USA vorerst auszusetzen. Kurz darauf traf sich Macron mit Branchenvertretern, die besonders unter den angekündigten US-Zollmaßnahmen leiden würden.
„Wenn die Antwort auf die soeben von der amerikanischen Regierung verhängten Zölle darin besteht, sofortige Zugeständnisse zu machen oder Investitionen anzukündigen, um Ausnahmeregelungen auszuhandeln, ist das eine sehr schlechte Idee“, warnte Macron und betonte, dass die Antwort auf die amerikanische Offensive auf europäischer Ebene gefunden werden müsse.
Mittwochnacht verkündete US-Präsident Donald Trump, neue, besonders weitreichende Strafzölle gegen zentrale Handelspartner wie China und die EU zu verhängen – ausgerufen am sogenannten „Liberation Day“. Für die EU liegt der neue Zollsatz bei 20 Prozent. Bereits zuvor hatte Washington Sonderzölle auf Stahl, Aluminium sowie auf Autos und Autoteile erhoben.
Laut Macron sei Frankreich insgesamt weniger betroffen als andere EU-Staaten. Etwa 1,5 Prozent des französischen Bruttoinlandsprodukts sind von Exporten in die USA betroffen.
„Welches Signal würde es senden, wenn große europäische Akteure Milliarden von Euro in die amerikanische Wirtschaft investieren, während diese uns mit Strafmaßnahmen belegen?“, fragte Emmanuel Macron weiter.
An dem Branchentreffen nahmen neben Emmanuel Macron auch Premierminister François Bayrou sowie Vertreter der Luft- und Raumfahrt-, Chemie-, Gesundheits- und Spirituosenbranchen teil. Zudem waren Repräsentanten mehrerer Arbeitgeberverbände anwesend.