Malta treibt Bauprojekt in Meeresschutzgebiet voran

Malta will einen neuen Fähranleger bauen, der jedoch in einem Natura 2000-Meeresschutzgebiet vor der Küste von Bugibba im Norden des Landes liegen würde.

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Das von der EU-Aufbau- und Resilienzfazilität finanzierte Projekt beläuft sich auf 16 Millionen Euro und wird derzeit von der maltesischen Planungsbehörde geprüft. [Shutterstock/Natallia Ramanouskaya]

Malta will einen neuen Fähranleger bauen, der jedoch in einem Natura 2000-Meeresschutzgebiet vor der Küste von Bugibba im Norden des Landes liegen würde.

Das von der EU-Aufbau- und Resilienzfazilität finanzierte Projekt beläuft sich auf 16 Millionen Euro und wird derzeit von der maltesischen Planungsbehörde geprüft.

Es sieht eine neue Anlegestelle und einen Wellenbrecher mit Nebeneinrichtungen in einem bei Badegästen beliebten Gebiet vor. Das Gebiet ist außerdem ein Meeresschutzgebiet von internationaler Bedeutung, ein Natura 2000-Gebiet und ein besonderes Schutzgebiet gemäß der Habitat-Richtlinie der EU.

Laut der Behörde für Umwelt und Ressourcen (ERA) und der Europäischen Kommission ist größte Vorsicht geboten, um das ökologisch sensible Meeresgebiet und den geschützten Meeresboden nicht zu stören.

Die Kommission stellte klar, dass „eine weitere detaillierte Bewertung für notwendig erachtet wird, um die Bedeutung der Auswirkungen und die Folgen für die einschlägigen Politiken zu beurteilen.“

„Dies ist relevant, da die Fähranlegestelle in Natura 2000-Gebieten geplant ist und das Projekt daher einer angemessenen Prüfung unterzogen werden sollte (…) im Hinblick auf die Erhaltungsziele des Gebiets und um sicherzustellen, dass es die Integrität der betroffenen Gebiete nicht beeinträchtigt“, hieß es.